Wenn jede Sekunde zählt
Shownotes
Was passiert, wenn das Leben von einer Sekunde auf die andere stillsteht? Wenn plötzlich nicht irgendein Mensch Hilfe braucht, sondern der Mensch, den wir lieben?
Vor zwei Wochen haben wir eine ganz besondere Party gefeiert: eine Reanimationsparty! Unter dem Motto „Ein Dorf hilft sich selbst“ haben wir mit knapp 110 Menschen zwei Stunden lang trainiert, wie man im Ernstfall Leben retten kann. Und anschließend? Haben wir gemeinsam getanzt, gelacht und bis tief in die Nacht das Leben gefeiert. ❤️
Dieser besondere Abend hat uns zum Nachdenken gebracht.
In unserer heutigen Folge sprechen wir darüber, warum wir so oft Angst haben, etwas falsch zu machen, was Mut und Verantwortung wirklich bedeuten und wie wichtig es ist, füreinander da zu sein.
Aber wir gehen auch tiefer: Was passiert mit einer Partnerschaft, wenn einer von beiden plötzlich einen Herzstillstand erleidet? Wie verändert sich eine Beziehung, wenn aus Liebe plötzlich auch Pflege wird? Was macht ein solcher Notfall mit den Menschen, die helfen, und wie findet man nach einer existenziellen Erfahrung wieder Vertrauen ins Leben?
Wir sprechen aus unserer langjährigen medizinischen Erfahrung, aber vor allem auch als Ehepaar. Über die Angst vor Verlust, die Kraft von Gemeinschaft, zweite Chancen und die Frage, wie wir unsere Liebe lebendig halten.
Eine Folge, die nachdenklich macht, berührt und uns daran erinnert, dass unsere gemeinsame Zeit alles andere als selbstverständlich ist.
Denn vielleicht sollten wir nicht erst dann begreifen, wie wertvoll das Leben ist, wenn wir Angst haben, es zu verlieren.
Erst Leben retten lernen. Dann das Leben feiern. 🤍
Deine Kommentare, Wünsche und dein Feedback sind herzlich willkommen – direkt unter dem Podcast, per Mail an podcast@badewannengespraeche.de oder via DM auf Beates Instagram-Kanal: https://www.instagram.com/beatekuehnlifecoaching?igsh=c2RyYTV3OTF2ajFu&utm_source=qr
Wir freuen uns auf eure Nachrichten!
Beate und Matthias
Diese Podcast-Folge dient ausschließlich zu Informationen und Impulsen rund um Beziehung, Liebe und Alltag. Sie ersetzt keine individuelle psychologische oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Behandlung durch eine qualifizierte Fachkraft. Wenn du professionelle Unterstützung brauchst, wende dich bitte an einen entsprechenden Ansprechpartner in deiner Nähe.
Transkript anzeigen
00:00:00:
00:00:01: Guten Abend.
00:00:03: Ja, ist schon wieder fast live auch.
00:00:05: Hallo
00:00:05: meine Liebe!
00:00:07: Wie ist es?
00:00:07: Wie geht's dir?
00:00:10: Ich fühl mich jetzt schon allein gelassen.
00:00:14: Ne, mir gehts gut.
00:00:15: Mir geht's gut.
00:00:16: War heute irgendwie ein komischer Tag aber mir geht´s gut.
00:00:20: Naja ich finde immer so'n Tag vom Urlaub.
00:00:21: Das geht zu mir, weil ich hab ja auch morgen einen Urlaub, der ist immer komisch.
00:00:26: Ja Fenster?
00:00:28: Der ist immer wahnsinnig lang Immer?
00:00:31: Der ist immer wahnsinnig lang.
00:00:32: Das stimmt allerdings, ich glaube es ist allererst einmal das ich erlebe, dass überhaupt am Abend zuvor schon was im Koffer ist.
00:00:42: Ja weil meine Lebewahrte
00:00:45: fliegen.
00:00:45: morgen oder
00:00:47: mit allen Mädels zusammen also mit Höhenmilch von
00:00:49: Dortmund
00:00:51: machen die dreien Mädels Urlaub
00:00:53: und... Die Jungs bleiben zu Hause!
00:00:55: Die Jungen bleiben zuhause der Carter und ich.
00:00:59: Aber ich freue mich auch auf den Wochenende.
00:01:01: Und ihr macht ein junges Wochenende?
00:01:02: Wir machen schönes Junges-Wochen-Einde mit einem Freund, machen wir Musik und der Kader kommt auch mit.
00:01:08: Ja und deswegen geht es uns allen eigentlich gut.
00:01:12: Wir haben ein spannendes Thema.
00:01:14: wie ist bei dir so...ich brauche die Frauen vom Urlaub.
00:01:17: Also genau wie du sagst das ist dann immer so bisschen weil man halt noch Zehntausend to dos abarbeiten muss.
00:01:24: also Ich versuche mal alles zu denken Geht mir immer mal was durch die Lappen, aber da bin ich inzwischen auch sehr entspannt.
00:01:30: Ich lass tatsächlich den Laptop zu Hause, was richtig gut finde ... Das hätte ich vor einem Jahr wahrscheinlich noch nicht gemacht?
00:01:37: Aber jetzt läuft ein Büro so gut, dass ich da wirklich auch Vertrauen hab.
00:01:41: und ganz ehrlich, das geht ja die Welt nicht unter nur weil ich meine Woche nicht habe.
00:01:45: Und das ist eine sehr, sehr schönes Gefühl dieses Vertrauen haben zu können im Büroteam also in euch beide dann eigentlich nur noch, weil es ja noch mehr jemandem oder aber... Ja!
00:01:57: Ich freu mich.
00:01:59: Sehr schön!
00:02:02: Ich brauche ja immer noch mal so zum Jahresende, bevor der wirklich blödeste Monat für mich rein mental ist, der November, weil da einfach grau und ol ist oft, der ist immer viel Arbeit... Stimmt,
00:02:14: er ist relativ grauer als der Dezember, weil der hat schon wieder das Licht von Weihnachten zu.
00:02:18: Ja
00:02:18: genau.
00:02:19: Und deswegen bin ich eigentlich immer ganz glücklich wenn ich nochmal in die Wärme fliegen kann und wir haben echt Glück auch mit dem Wetter.
00:02:26: Von daher, alles schön!
00:02:28: Ich bin glücklich.
00:02:29: Sehr schön.
00:02:30: Cool.
00:02:31: Wir haben heute als Thema eine Reanimationsparty.
00:02:37: da muss ich bei dem Wortmustich so schmunzeln.
00:02:41: vielleicht erzählst du kurz die Geschichte.
00:02:42: wie kam es eigentlich dazu dass wir vor vierzehn Tagen in einer Turnhalle mit einhundert Zehen der verschiedensten Menschen die alle nur eins gemeinsam hatten die interessieren sich für den Thema Und sie wohnen im selben Dorf.
00:02:57: Wie kam es dazu?
00:02:59: Ja, wir machen ja unseren Unfall-Training und die mit ganz viel Liebe und Herzblut... Es gibt eine Veranstaltung, die ist immer ... Man kann das ruhig sagen in Wirlitz.
00:03:09: Ich darf mal ruhig sein.
00:03:10: Da gibt's eine große kardiologische Veranstaltung, die wir jedes Jahr eigentlich eingebettet sind fast jedes Jahr.
00:03:17: Und da ist ne Arztpraxis auf uns aufmerksam geworden!
00:03:22: Die haben uns letztes Jahr
00:03:24: Ich glaube letztes
00:03:26: Jahr haben die uns angesprochen, ob wir uns nicht vorstellen könnten so was in einem größeren Maßstab mal im erster Bereich zu machen.
00:03:34: Genau und da fiel schon das Wort Tanzen und ich hatte die ganze Zeit immer so im Kopf dass es irgendwie so eine Gruppe von Menschen ist, die eins gemeinsam haben, dass sie mal einen Tanzkurs zusammenmachen.
00:03:46: Das hast du gedacht?
00:03:46: Ja, das habe ich gedacht aber das stimmt natürlich überhaupt nicht.
00:03:51: Ist schon was ganz Besonderes, die feiern im großen Maßstab feiert.
00:03:56: Das ist kein kleines Dorfnis, ein Dorfklub mit dreieinhalbtausend.
00:04:01: Also so eingemeine Zudessa?
00:04:04: Und die haben halt mehrere eingetragene Vereine und da gibt es halt Alpha-Tierchen Leute, die etwas bewegen, die Ideen haben, die Themen auf die Beine stellen
00:04:15: Und natürlich für ihr eigenes Thema ja auch
00:04:16: brennen.
00:04:16: Und für ein eigenes thema brenn.
00:04:18: und so hat halt die arztpraxis, die da bei uns im notverträgen teilgenommen war Haben sie halt gesagt komm wir müssen das mal für unser dorf auf die beiden stellen weil Wir wollen dass die halt eben im notfall nicht im kreis stehen und nicht wissen was sie tun sollen.
00:04:31: Da haben wir natürlich sofort gesagt let's go da haben wir echt lust drauf.
00:04:36: und Ja dann wurden eintrittskarten verkauft.
00:04:39: hat man natürlich immer so ein bisschen die leute wirklich Da kommen?
00:04:44: ja es kam fast hundertzehn Leute.
00:04:46: Jeder hat ein Eintrittskarte gekauft für zwei Stunden zusammen, um mit uns gemeinsam sich dem Thema Reanimation und erster Hilfe auseinanderzusetzen.
00:05:00: Und das war so schön dass wirklich wie soll man sich vorstellen?
00:05:09: also stellt euch eine Thronhalle vor Stellt euch eine rieche, geile DJ Anlage vor mit richtig Boxen.
00:05:16: Wir bieten mit headset und hundertzehn Menschen von was denkst du?
00:05:22: wie alt war die jüngste oder der Jüngste?
00:05:24: Wie alt war vielleicht der oder die älteste?
00:05:28: über Achtzig Kommen zusammen mit ganz unterschiedlichen Vorstellungen und unterschiedlichen Geschichten viele auch natürlich mit der Befürchtung, das wird wahrscheinlich vielleicht doch ein bisschen langweilig.
00:05:41: Aber ich konnte trotzdem... Sie
00:05:42: dachten wahrscheinlich, wir erzählen hier einfach nur was?
00:05:44: Wir machen so einen Vortrag!
00:05:47: Aber an dem ist natürlich bei uns nicht so, sondern bei uns ist es immer sehr interaktiv, praxisnah,
00:05:54: macht Spaß und praktisch auch
00:05:57: einfach auf das Wichtigste runtergebrochen.
00:06:01: mit ganz viel Leichtigkeit und Spaß wie du es gerade gesagt hast Merken die Leute sich einfach besser und die waren alle so begeistert, da gehen wir nachher mal drauf ein oder?
00:06:11: Ich glaube die haben als erstes gedacht du Gott was ist das hier so viele Puppen.
00:06:15: Genau die kamen so rein.
00:06:16: Wir hatten thirty-fünf Puppe in dieser Turnheile verteilt, sodass niemand sich in irgendeiner Form vorgeführt fühlt sondern sie konnten immer so zu dritt locker an der Puppee gehen Und wir waren sozusagen die Dirigenten vom Orchester.
00:06:35: Genau das war richtig, richtig cool.
00:06:37: Geile Mucke.
00:06:38: und dann haben die alle zusammengedrückt.
00:06:41: Egal ob achtzig oder achzehn runter auf die Knie und wir haben es halt so gestaltet dass... jedem eigentlich eins klar wurde hey das ist schaffbar!
00:06:51: Das geht, das kann ich.
00:06:54: Es ist auch gar nicht wichtig so genau abzumessen wo man drückt wie tief man drickt irgendwie schnell sondern dass man einfach was macht.
00:07:01: Ja
00:07:01: genau ja.
00:07:03: und dann Dann hat diese Gespräche, das war einfach auch so cool.
00:07:08: Aber danach haben wir auch wirklich bis Mittag in die Nacht gefeiert, getanzt, gelacht
00:07:13: und gequatscht.
00:07:14: Bis fast in den Morgens, bis halb
00:07:16: drei.
00:07:17: Es war rundrum einfach gut und es hat uns richtig viel Spaß gemacht.
00:07:22: Wir waren alles großzügig, toll einfach!
00:07:26: Also ich glaube die waren echt dankbar auch, dass wir denen ein bisschen in Stück Breck die Angst genommen haben und das ist genau das was wir wollen.
00:07:32: Wir wollen ja nicht sagen, wir sind jetzt die Intensivmediziner, wir können hier alles und ihr nischt sondern wir wollen ja genau die... Das sind die allerwichtigsten Menschen, die als erstes am Unfallort sind, als erst es am Geschehen sind, dass sie sich trauen um etwas zu tun.
00:07:46: Das ist doch viel mehr wert als jeder Intensif-Mediziner.
00:07:50: Weil diese Weiche stellen.
00:07:52: wie gehts aus unter Umständen?
00:07:56: Das Motto, also Reanimationsparty war unter anderem das Motto.
00:08:01: Aber es gab noch ein zweites Motto... Die Praxis hatte sich so viel Mühe gegeben in diese ganze Vorbereitung.
00:08:08: Also die ganze Tronhalle war ausgestaltet.
00:08:11: Der Fußboden war mit zum Schutz ausgelegt fürs Tanzen an den Wänden waren.
00:08:17: Es waren so viele Dinge, so
00:08:19: Details.
00:08:20: auf den Tischen lag ganz viel Deko, so Stethoscope und unten Herzen und an der Wand ein RTV ausgeschnitten.
00:08:29: Und es war ja da steckte ganz viel lieber, aber was ich eigentlich erzählen will ist es gab so Trinkbecher und auf diesen Trinkbächern stand überall drauf einen Dorf hilft sich selbst.
00:08:41: Das hat mich das war schon eigentlich so fast mein Highlight dieses Abends.
00:08:47: also so'n Satz heutzutage zu prägen wo immer alle eigentlich viele schimpfen unter Rettungsdienst brauchst du lange die es nicht und jeder so irgendwie in seinem Vorgarten umkriegt, dass das für Gemeinschaft steht.
00:09:01: Also wir machen etwas gemeinsam.
00:09:03: Wir stellen hier was auf die Beine an einem Samstagabend, also am Wochenende...
00:09:10: Ohne ein Feiertag!
00:09:11: ...und auch noch einen Feiertage.
00:09:13: Das war für mich wirklich eine ganz große besondere Geschichte.
00:09:22: Da können wir vielleicht ein bisschen später noch drauf eingehen, die Gespräche danach.
00:09:27: Also da würde ich gerne ein bisschen spät oder vielleicht noch was dazu erzählen.
00:09:31: also weil irgendwie ja jeder eine Geschichte mitbringt ne?
00:09:35: Also jeder bringt seine eigene Geschichte mit von Nachbarn und von Freunden aus der Familie.
00:09:43: Und Ja, das war für mich... Was war für dich so das Besondere?
00:09:48: aber eigentlich hast du das auch schon
00:09:50: gesagt?
00:09:51: Und das ist eben da würde ich jetzt gleich mal so ein bisschen einsteigen.
00:09:54: was bedeutet es eigentlich also
00:09:55: a
00:09:56: füreinander einfach dar zu sein.
00:10:00: Was macht es wenn was passiert eigentlich, wenn plötzlich jemand vor einem zusammenbringt?
00:10:08: Was macht das mit einem selber und...
00:10:11: Wenn es nicht irgendwie... Da gehen wir doch ein bisschen tiefer rein, wenn es nicht einfach ein fremder Mensch ist sondern vielleicht der Partner oder auch die Partnerin.
00:10:19: Das wollen wir heute so ein bißchen Einfließen lassen, dass wir sozusagen auch so ein bisschen unseren Podcast jetzt nicht nur medizinisch heute darstellen.
00:10:27: Sondern wir gehen ja wie immer ins Leben in.
00:10:30: die Beziehung ist zwischenmenschliche.
00:10:32: Ja Wir sprechen eben aber auch über Mut über Verantwortung Aber auch im über Angst über Liebe Und darüber wie zerbrechlich das leben eigentlich auch sein kann
00:10:43: und ist.
00:10:43: es irgendwie ziemlich Sinn macht sich das auch ab und zu mal vor Augen zu führen oder ins Bewusstsein zu rufen, nicht jeden Tag.
00:10:52: Aber einfach zu wissen, dass vieles von dem was man hat vergänglich ist und wir das ja eigentlich nie wissen was morgen ist.
00:11:03: Ja genau.
00:11:05: Schönes spannendes Thema
00:11:07: war für mich so.
00:11:07: das besondere, dass eben diese Gespräche die hinter dadurch entstanden sind wo sie ihm geteilt haben.
00:11:13: Und dass die Menschen sich diesem Thema einfach gesteuert haben Das ist ja auch ein Vertrauensbeweis uns gegenüber, dass sie das mit uns auch geteilt haben.
00:11:25: Ja, das finde ich auch so spannend.
00:11:30: Wie gehen wir ans Thema ran?
00:11:32: Also was steht häufig Menschen im Weg?
00:11:35: Ist dir Angst etwas falsch zu machen?
00:11:40: Woher rührt die?
00:11:42: Was denkst du wenn wir darüber nachdenken... Die Angst, das falsch zu machen.
00:11:45: Da wird jetzt jeder mit dem Kopf nicken.
00:11:47: Na klar um Gottes Willen was ist wenn ich etwas falsch mache?
00:11:50: Jeder kennt aber auch den abgetröschenen trotzdem wahrhaften Satz es gibt nichts... Nichts ist schlimmer als nichts zu machen und trotzdem wird man immer wieder eingeholt oder das hören wir eben immer auch ein Was ist denn wirklich was falsch mache?
00:12:05: womit hat das was zu tun?
00:12:06: steckt das in uns?
00:12:08: wird uns das beigebracht?
00:12:10: was denkst du?
00:12:13: Beides?
00:12:14: Also viel nimmt man einfach mit.
00:12:18: Also sozusagen das von den Eltern, also
00:12:21: so...
00:12:22: Also guck mal uns an unser Umgang mit einer Situation.
00:12:26: was hat es mit meinem Kind gemacht zum Beispiel als sie jemandem das Leben gerettet hat?
00:12:31: Weil sie für sie das so selbstverständlich war.
00:12:33: Das hat die von uns nicht bekommen.
00:12:36: Frag mal ein ihrer Freundin und keiner hätte das so gemacht weil natürlich auch
00:12:40: Wie sind wir aufgewachsen?
00:12:43: Das finde ich ganz wichtig.
00:12:45: Das muss man einfach auch akzeptieren, dass natürlich nicht alle Menschen so damit umgehen können wie wir, ne?
00:12:50: Also es ist vielleicht toll wenn alle ohne Angst in solchen Situationen stehen könnten also wenn keiner Angst hätte was Falsches machen kann.
00:12:58: So das wäre toll!
00:12:58: Es würde mir wünschen und es würde viele Leben retten, wenn Ängste abgebaut werden könnten.
00:13:03: Also hätten auf der einen Seite sozusagen, sagen wir mal so Elternhaus.
00:13:07: dann haben wir noch das Thema Schule.
00:13:12: Da kannst du ja als junge Frau über vierzig auf eine andere Geschichte zurückgreifen, also ich mit über sechzig.
00:13:21: Also wenn ich an meine Schule Schulausbildung zurückdenke da muss ich sagen es war gar kein Thema.
00:13:28: Es gab's einfach nicht
00:13:29: Bei mir auch nicht
00:13:30: Bei dir auch nicht?
00:13:32: Zwei tausend vierzehnt das Kult ist im Ministerium
00:13:35: Ich weiß schon lange nicht mehr.
00:13:36: in der Schule
00:13:39: hat das Kultusministerium gesagt, es gehört in die Schule und die Schule.
00:13:43: jetzt kann jeder mal überlegen oder seine Kinder interviewen.
00:13:46: Wie weit das in welchem Bundesland schon umgesetzt wurde?
00:13:49: Ja!
00:13:49: Es wird umgesetzt und es bewegt sich viel nach vorn weil genau die jungen Leute also nicht die siebzehnjährigen Führerschein-Leute sind auch wichtig sondern die Kids eigentlich die bälsten Multiplikatoren sind.
00:14:06: ja wenn natürlich diese Diese Lehre nennen wir es einfach mal, wenn die falsch angegangen wird dann wächst Angst.
00:14:14: Also man kann...
00:14:15: Was kennen wir selber aus so schrecklichen Erste-Hilfegrößen?
00:14:18: Ja!
00:14:19: Wo die Leute, die da vorne stehen noch nie reanimiert haben das muss nicht heißen dass sie sich dann schlecht machen.
00:14:25: Aber
00:14:26: dann den Leuten noch Angst machen.
00:14:28: Geschichten
00:14:28: erzählen, die gar keine Relevanz haben.
00:14:30: Wenn du
00:14:31: die nicht leicht beatmest dann stirbt er sofort.
00:14:33: Den Satz wurde tatsächlich mal jemand erzählt oder Ja, da kann alles mögliche auch brechen und also auch so Sachen.
00:14:43: Und die erzählen immer, du denkst okay es stimmt gar nicht.
00:14:46: natürlich können Rippen brechen das wissen wir alle.
00:14:48: aber genau darum geht's ja nicht wenn man Torax Kompression macht dann keine innige Blutdruck kriegen und da muss man gar nicht drüber nachdenken irgendwas bricht oder nicht?
00:14:57: Also wehe wird ein Thema vermittelt.
00:15:02: Das ist eigentlich so das aller Entscheidendste.
00:15:04: Also schürre ich eher die Angst mach ich eher jemanden ohnmächtig oder mache ich ihm Mut.
00:15:10: Da kann nichts passieren.
00:15:12: und da bin ich in der festen Überzeugung, dass diese ganzen plakativen abgetroschenden Phrasen wie im Notfall muss man Ruhe bewahren damit kann ich mir einfach was abputzen weil sie bringen nicht.
00:15:26: Weil wenn ich zu jemandem sage es ist immer wenn jemand einen Zahlarzt zu mir sagt machen sich keine Sorgen das wird nicht weh tun dann denke ich okay ich nehme doch lieber eine Spritze
00:15:35: von vornherein schon gleich.
00:15:38: Ja, okay.
00:15:39: also warum haben die Menschen aber eben so große Angst davor was Falsche machen?
00:15:43: Also eben fehlendes
00:15:45: Wissen
00:15:46: wie du gerade schon gesagt hast oder einfach der Umgang wie es vermittelt worden wäre
00:15:51: dann hat man sozusagen wie ist mal aufgewachsen?
00:15:54: also was wurde da vermittlet?
00:15:57: ich denke das sind so dir und natürlich
00:15:59: glaube
00:15:59: ich auch ist es ein bisschen Veranlagung.
00:16:01: ja die Grundeinstellungen Das können wir
00:16:04: ja vielleicht mit Veranlagung so ein bisschen.
00:16:06: Es gibt einfach so, weil die packen an.
00:16:09: Immer, die machen auch, ne?
00:16:11: Richtig!
00:16:11: Und dann gibt es... Es gibt
00:16:12: immer die Person, die jetzt erst aufsteht wenn irgendwas ist
00:16:18: und das hat nichts mit Gabe zu tun, etwas mit Eigenschaften zu tun.
00:16:24: Wir haben uns am Wochenende damit sehr auseinander gesetzt.
00:16:27: Das Thema will ich nicht offschrauben aber Wie viel wir eigentlich schon genetisch mit auf den wegkriegen was wir.
00:16:35: Für menschern sind wir eher introvertiert extrovertiert wie.
00:16:40: wie ticken wir so?
00:16:41: wie ich es einfach mal sagen könnte man auch noch eine extra podcast drüber machen über das letzte wochenende und.
00:16:49: Das wunderschöne buch von fraustal.
00:16:52: aber wir kehren zum thema zurück
00:16:53: genau und dann finde ich ja schön ein bisschen wie es dir ging.
00:16:56: wenn man so merkt, wir fangen an zb und vermitteln unser Wissen, die Leute merken.
00:17:03: Okay?
00:17:04: Also A was sie sagen klingt total einleuchtend.
00:17:06: Ist stimmig?
00:17:08: B sie nehmen mir total die Angst.
00:17:10: ich kann auch mal einfach eine Frage stellen ohne dass sich jetzt irgendwie gefahrläufe.
00:17:14: zu einer Doberfrage
00:17:16: ist es leicht lustig
00:17:17: verändert von Ich traue mich vielleicht nicht oder wenig hinzu.
00:17:24: okay ich kann damit wirklich etwas verändern.
00:17:26: also Wie findest du das, wenn man so merkt wie diese haben wir in unseren Notfallseminaren ja auch.
00:17:32: Die Wissenskobau war immer so extrem steigt und dann die Menschen wirklich eine Zufriedenheit haben weil sie sich natürlich einfach ein Stück sicherer finden?
00:17:41: Weil auf der Endseite haben wir den Inhalt.
00:17:45: also was vermitteln wir?
00:17:47: Und da ist ja wirklich weniger es deutlich mehr.
00:17:52: Also wir haben uns in zwei Stunden liebe zwei Stunden.
00:17:57: Die Zeit ist so knapp, dass die Gefahren nicht bestehen.
00:18:01: Dass man zu viel schnorkeln und kringeln macht.
00:18:03: Man muss auf den Punkt kommen also Inhalt begrenzen aufs Wichtigste Nicht so-und-so ja.
00:18:10: aber wie wird es vermittelt?
00:18:13: Und gleichzeitig Theorie und Praxis verbinden?
00:18:18: wir haben ja keinen Vortrag gehalten sondern Wir haben die Leute wirklich an die Puppen geholt und haben moderiert Gehübt, sodass jeder eigentlich gemerkt hat okay ich brauche gar keinen Vortrag um was umzusetzen.
00:18:34: Ich kann so einfach machen also das ist es ja ne?
00:18:37: Also sich trauen ist ja auch an der Puppe muss man sich auch irgendwie trauen.
00:18:42: klar ist das etwas anderes als bei Menschen.
00:18:45: aber... Auch da jedem zu zeigen hey du kannst nur wenn ich dir ein paar Sätze mit auf den Weg gebe und du so intuitiv Machst du eigentlich das Richtige oder irgendwas abzumachen?
00:18:56: Und das einzig Schlimme ist ja nur nicht zu tun.
00:18:59: Das ist jetzt das Einzig, was man wirklich falsch machen kann nichts zu tun.
00:19:03: und da gehe ich gleich mal rein warum gucken eben manchmal Menschen weg wo sie endlich wissen, da braucht gerade jemand Hilfe?
00:19:11: Warum gucken die Menschen weg?
00:19:12: Man kann das ja...
00:19:13: Also es ist ja manchmal auch einfach eine Entscheidung, oder?
00:19:17: Meinst du das ist ne bewusste Entscheidung?
00:19:19: Ich glaube auch Ja.
00:19:19: Nee,
00:19:19: das ist Angst gesteuert glaub ich Das ist ganz klar Angst gesteuert.
00:19:24: Aber es betrifft ja vieles dieses Weggucken, also Gewalt, Notfälle... Überall ist dieses Weg gucken, also die Möglichkeit in der Gruppe unterzutauchen.
00:19:37: Bloß nicht ich!
00:19:39: Wo kommt das her?
00:19:42: Ist halt eben Angst was falsch zu machen?
00:19:45: Dann auch zu sagen, sich fährigt auch Zypulamide und jetzt kann ich auch niemals anders machen Es
00:19:51: werden ja auch Farben sein, ne?
00:19:52: Also wenn ich halt in der Schule mich melde und sage irgendwas.
00:19:56: Und die wird ausgelacht... Dann melde
00:19:58: ich mich jetzt nicht einmal.
00:20:00: Und als Erwachsener ist es sehr ähnlich,
00:20:02: ne?!
00:20:04: Da kenne ich selber von mir so Situationen wo ich denke ach komm da mach's jetzt mal Kindespruch weil ich lauf Gefahr irgendwie dass das dann geschmunzelt wird oder gelacht wird.
00:20:15: Das wird auch eine Rolle spielen.
00:20:18: Ja und eben oft Wartet man, dass irgendwer anders sich ja findet und diese Verantwortung dann übernimmt.
00:20:25: Und wenn wir jetzt da den Burg mal zur Beziehung ziehen ist ja auch in Beziehungen manchmal so was man eigentlich doch erfahrt hat das die andere Seite die Verantwortung übernimmte
00:20:35: ein Thema anzusprechen.
00:20:37: hundert Prozent obwohl und da müssen wir gar nicht jemand sagen können einfach mal wir sagen also direkt knallhaft von uns reden.
00:20:45: Wenn ich es überlege, gibt's logischerweise nicht nur Licht.
00:20:49: Da gibts auch Schatten und wir überlegen wenn wir wirklich ein Thema dann bewältigen und uns damit auseinandersetzen und lange reden und intensiv reden.
00:21:03: Wir eigentlich auch immer wieder wissen das Themen zwar wiederkehren ja weil sie halt Immer noch nicht komplett aufgelöst sind aber dass dieser Zustand danach einfach so was ganz Befreiendes hat, also das man eigentlich weiß.
00:21:23: Okay, man ist wieder einen Schritt nach vorn gegangen auch wenn es letztlich gleich zehn waren und vielleicht ein Thema auch wieder auftaucht, was sie gar nicht so schlimm finden weil manche Sachen sind eben schwer aufzulösen Ja wir sind halt auch sehr, sehr unterschiedlich.
00:21:40: Deswegen leben wir uns ja auch bei jeder im anderen sozusagen was entdeckt was ihm selber fehlt oder... Was ist so erfrischt?
00:21:50: Oder beruhigt oder motiviert?
00:21:54: Man braucht manchmal Mut.
00:21:57: Man muss sich wirklich manchmal einfach trauen also entweder des Mannes zu sprechen oder eben auch zu retten wenn jemand Hilfe braucht Und etwas also zu machen, obwohl man eigentlich Angst hat.
00:22:08: Also die... Nur was zu machen oder etwas nicht zu machen nur weil man Angst hat ist ja das eine so.
00:22:20: aber Man ist ja nicht optimal.
00:22:23: nur wenn man jetzt sagt okay ich mach das jetzt hat man trotzdem die angst und sich da zu sagen hey ich habe Angst und ich mache es jetzt trotzdem.
00:22:31: Das ist es sich in diesem moment sozusagen die frage zu stellen Scheiße, ich mach's jetzt.
00:22:39: Das find' ich noch mal ganz wichtig.
00:22:42: Jut!
00:22:43: Die Mut... Also es ist halt, Lebensretten sofort anzufangen wenn jemand plötzlich zusammenbricht, sofort diese Herzdruckmassage zu starten und natürlich den Urug zu setzen.
00:22:55: das ist sozusagen essentiell fürs Überleben der Patienten oder dem Menschen.
00:23:02: Und jetzt gehen wir mal weg von der Medizin.
00:23:04: Wir gehen mal hin in die emotionale Ebene.
00:23:06: Ich stell mir vor, wir sitzen beim Brunch.
00:23:10: Denen wir ja am Wochenende gerne
00:23:11: mal machen.
00:23:13: Und ... Wir quatschen irgendwie noch und haben noch gar nicht ... Also ich bin gerade erst aufgesteuern.
00:23:20: Du hast deinen Tag schon so ein bisschen gestartet.
00:23:22: Wir waren auch gar nicht in der Interaktion miteinander.
00:23:25: Plötzlich bricht einer von uns zusammen.
00:23:28: Wenn sich das noch vorstellt, von einer Sekunde auf die andere ist überhaupt nichts mehr wie vorher.
00:23:32: Wo man eigentlich denkt, scheiße meine Milch ist gegrillt.
00:23:35: Kaffe, im nächsten Moment ist die andere Person zusammengebrochen.
00:23:40: Was denkst du?
00:23:40: Was würde passieren, wenn dir das passiert?
00:23:44: Ich denke dass wir... Also es ist ja... Es ist ja greifbar!
00:23:50: Für uns ist es deutlich greifbauer.
00:23:52: Ja, aber ich gehe mal jetzt nicht als Nugvolltrainer.
00:23:55: Ich gehe mal als Matthias.
00:23:56: Geh' immer als mein Mann.
00:23:58: Jaja schon klar.
00:23:59: Aber für mich ist trotzdem woher's dein Mann greifbaar weil auf der Innenseite Bist du deutlich jünger als ich?
00:24:07: Darum
00:24:07: geht's
00:24:07: ja.
00:24:07: Aber
00:24:09: was ist, wenn ich heute zusammenbreche?
00:24:11: Was das mit mir machen würde?
00:24:13: Ja logisch!
00:24:13: Das ist natürlich diese Wahrscheinlichkeit und so... Du keine Frage, aber dann klar kann ich trotzdem einfach zusammenbringen.
00:24:18: Ja, klar.
00:24:19: Ich wollte gerade sagen, dass es bei uns auch greifbar Weil du mit einer Diabetes, ja zum Beispiel musst du in die kleinen Herzgeistaufstelle stehen kriegen.
00:24:27: Ja doch darum geht es ja gerade.
00:24:28: Aber wenn du wirklich, also wenn ich mir überlege das würde man ja auch so verzehren, ne?
00:24:33: Also das begreift man innerhalb von Sekunden.
00:24:35: Arsch grau ist schnappend oder der Körper schnappt nur nach Luft oder atmen gar nicht mehr und man müsste jetzt okay anfangen dann ist das so eine emotionale Explosion weil Wir in dem Moment wissen, jetzt geht's um Verlust.
00:24:53: Jetzt steht alles auf einem Spiel die Zeit rast und... ...die Chance wirklich zu überleben ist gegeben aber nie garantiert.
00:25:04: Auch wenn du alles richtig machst, wenn du funktionierst.
00:25:07: Es
00:25:07: kommt einfach auf die Ursache drauf an weil Reanimation nicht ursächlich ist sondern ein Ersatz dessen was gerade fehlt.
00:25:16: dieses bringen über die zeit aber was würde das mit mir machen?
00:25:19: ist wahrscheinlich filmen durch.
00:25:21: Ich wollte stellen immer noch nie hatte.
00:25:24: also zum glück ich glaube
00:25:25: man kennt ja diese geschichten wir kennen so viele geschichten durch unseren job sie krasses der dg gehört.
00:25:33: haben wir wirklich einen mensch am essens tisch mit dem gesicht in den suppe in den subben teller viel ne wirklich wie vom blitz getroffen ums und der kopf viel auf den tisch.
00:25:45: Und das stelle ich mir gerade eben so vor.
00:25:48: Also was macht das mit einem?
00:25:51: Ich glaube tatsächlich, dass wir beide absolut sofort in diesen Funktionsmodus...
00:25:57: Wir würden sofort funktionieren!
00:25:59: Also wo mich das ganz gut vergleichen kann gerade ist die Notfallsituation mit Luna im Urlaub.
00:26:06: Wo man halt einfach, man geht in so eine... also es ist ja auch ein Schutzmechanismus.
00:26:11: Man geht in einen Gehicht-Tour und ich arbeite jetzt ab.
00:26:15: Dass man das einem nicht immer gleich alles parat ist.
00:26:19: Das weiß ich selber, weil ... Ich musste mal Rettungsdienst für meinen Vater rufen und der war nur unter Zucker.
00:26:24: Aber eben so schwer, dass es wirklich lebensbedrohlich war, dass mir in dem Moment die Nummer nicht eingefallen wird.
00:26:30: Und die predige ich eigentlich jeden Tag.
00:26:33: So aber trotzdem, man macht dann halt einfach glaub ich.
00:26:38: Aber ich glaube diese richtig krasse emotionale Schiene kommt danach.
00:26:42: Das denke ich auch.
00:26:43: Also Filme wären sicher am Kopf schon ablaufen, aber der Funktionsmodus wird sozusagen im Vordergrund stehen.
00:26:55: Sich das bewusst zu machen dass sowas tatsächlich...
00:27:00: Das Leben einfach endlich ist?
00:27:01: Ja und das ist denke ich mehr als nur so kapitieren.
00:27:06: also man denkt ja Mensch mach was draus.
00:27:08: aber wie viel Zeit Verschenken wir eigentlich oft mit so sinnlosen Dingen, mit sinnlose Themen.
00:27:15: Und dann schreit halt auch ne?
00:27:16: Es
00:27:16: gehört doch dazu!
00:27:18: Aber sich ab und zu auch mal wirklich ins Gesächtnis zu rufen okay... es gibt ganz andere Themen die von heute auf morgen plötzlich auftauchen können und das Leben komplett verändern.
00:27:35: Da ist natürlich das, was du geschildert hast in der drastischsten Geschichte.
00:27:41: Plötzlich alles oder nichts.
00:27:44: Also ich glaube die Gefühle würden bei uns beiden jetzt nicht gleich so boah und schrecklich und ich weiß gar nicht, was sie machen, sondern es wird halt.
00:27:55: sozusagen wenn wir beide dann im Rettungswagen liegen, dann kommen die Emotionen.
00:28:01: Dann bricht die eigene Welt zusammen Weil einem dann bewusst wird, wenn man so dieses Banken glaube ich ums überleben und so.
00:28:10: Mir waren beide noch nicht in der Situation wo wir das Leben eines Menschen so gebankt haben.
00:28:17: Wie wär's?
00:28:17: Ich nicht... Klar auch mein Vater ist gestorben aber es war eben alles keine Notfall-Situation.
00:28:24: Wo ich wirklich dachte ich weiß jetzt nicht leben oder tot.
00:28:26: Das
00:28:27: ist was ganz anderes.
00:28:29: Da würde ich mich auch zu weit aus dem Fenster lehnen, da mich jetzt wirklich so sagen wie ich mich verhalten würde weil ich weiß es einfach
00:28:35: nicht.
00:28:38: Ich glaube ich wäre schon klarer durch die medizinischen Hintergrund bei Entscheidungen dann auch aber keine Ahnung ob's wirklich so ist?
00:28:50: Ich bin davon fest überzeugt weil durch unseren Job hören wir viele Geschichten also nicht diese Stammtisch Geschichten, sondern reale Geschichten.
00:29:02: Wo es um Schicksale geht und dort hören wir ja beides.
00:29:05: also wie viele Menschen haben wir in unserem Job schon kennengelernt die gesagt haben Ja da gibt's jetzt den zweiten Geburtstag Also das ist das und dass passiert und alles hat.
00:29:16: man hat reagiert Man hat angefangen man hat geholfen Und diese frau oder der Mann Hat überlebt uns das Leben komplett zurückgekriegt.
00:29:25: also das ist ja immer So.
00:29:26: die frage was heißt eigentlich erfolgreich reanimieren das heißt.
00:29:30: Ein leben zurückzukriegen ein lebenswertes Leben zurückzukregen?
00:29:35: und genauso kennen wir natürlich auch geschichten und bei dieser reanimations party habe ich davon, zwei geschichten in einem intensiven gespräch mitbekommen oder wir haben uns drüber unterhalten wie sie im komplett anders rumlaufen kann wie jemand.
00:29:51: Reanimationspflichtig wird und alles steht nur
00:29:56: Rum und keiner traut sich was zu machen.
00:30:00: Ja, die Frage ist beruflich sind wir eigentlich auf so einem Notfall vorbereitet?
00:30:07: Aber emotional sind wir beide komplett unvorbereitet.
00:30:09: richtig.
00:30:10: also wenn es bei uns passiert sozusagen in der familiären kreis sag ich mal
00:30:16: Bei uns natürlich noch ins dazukommt dass wir wissen Dass das helfen steht außer frage.
00:30:23: Und trotzdem gibt's keine Garantie, dass alles gut geht.
00:30:26: Nicht weil man irgendwas falsch macht sondern einfach bestimmte Erkrankungen und bestimmte Situationen mit dem Leben nicht mehr zu vereinbaren sind.
00:30:34: Dieses Leben ist endlich!
00:30:37: Man kann jede Reanimation machen aber nicht jeder ist erfolgreich und das ist uns natürlich auch noch bewusst.
00:30:45: Das macht natürlich auch was mit uns.
00:30:52: Wir leben in so einer gewissen Selbstverständlichkeit.
00:30:56: Es ist irgendwie ganz normal, dass der andere dann abends immer wieder auch nach Hause kommt.
00:31:01: also so wie ich gestern Abend kamst du einfach völlig selbstverständlich natürlich für mich nachhause und es ist auch so passiert.
00:31:08: wir wachen morgens einfach gemeinsam wieder auf Und wie gehen wir davon aus das wir ganze Zeit miteinander haben?
00:31:14: Das ist ja auch richtig der Gedanke.
00:31:18: Natürlich wenn ich mir sage Gott du könntest mal umfallen Ich würde mein Leben nicht mehr froh, wenn ich mir jeden Tag Sorgen mache.
00:31:24: Das ist ja das was ich immer sage.
00:31:26: Wir kleben uns bitte ersten Pflaster auf, wenn es wirklich blut.
00:31:29: Aber
00:31:30: wenn ich überlege um etwas konkret zu erzählen, manche Musiker frühe so zeitig raus dass ich dich nicht wecken will weil ich muss auf die Autobahn bin zeitlich aufgebrochen habe mich aus dem Schlafzimmer geschlichen hab mich fertig gemacht und mich angezogen hab ich schlafen zu meinen Türen nochmal aufgemacht, hab reingeguckt.
00:31:51: Hab gesehen wie tief und regelmäßig du atmest, wie du schläfst... ...und bin dann lieber einfach gegangen!
00:31:57: Und wenn ich da wiedergekommen bin hast du gesagt, warum hast du dich nicht verabschiedet?
00:32:01: Genau, wenn der denn wieder gekommen ist oder sobald wir telefonieren.
00:32:04: Weil das ist für mich so, dass es sich tschüss zu sagen weil eben genau sowas was kann halt immer etwas dazwischen kommen im Leben finde ich halt wichtig, dass man sie wenigstens noch mal verabschehend hat vielleicht auch weil ich mich von So ein paar Personen in meinem Leben nicht verabschieden können.
00:32:22: Ja, ja aber da wollte ich eigentlich hin es gibt ihm keine Garantie.
00:32:28: und wie oft regt man sich halt über Nichtigkeiten auf.
00:32:31: also der Staubsauger der im Weg liegt oder das Chaos was wieder verbreitet ist oder die Wüsche einfach irgendwo hingeschmissen so ne?
00:32:41: Man regt sich da halt überhaupt auf.
00:32:43: aber wenn man sich da immer die Frage stellt lohnt sich der Ärger jetzt?
00:32:50: Wird mich das in vier Wochen noch in irgendeiner Form beeinflussen, wenn ich mich weiter darüber aufrege eigentlich meistens ja nicht.
00:32:58: Wenn man es noch auf den Jahr hochzieht ist es noch weniger.
00:33:02: Man lohnt sie sich jetzt dieser Stress und Streit, dieser Ärger.
00:33:07: würde ich in einem Jahr überhaupt nachdenken, dann wird's mir überhaupt noch einfallen dass ich diesen Stress und Ärger hat.
00:33:13: Und da kann man meistens nein sagen dass wir natürlich nicht immer daran denken, aber das ist immer einfach bewusst.
00:33:20: Die Zeit ist einfach endlich und es wird die Zeit vielleicht miteinander so... miteinander verbringen, dass eben Streitseben nicht über Wochen ausgetragen werden müsste.
00:33:28: Dass man sich mal unten einig ist, dass dafür weiterhin sein muss.
00:33:32: Wir sind da bestimmt, wir zwei, nicht die absoluten Vorbilder, aber wir sind glaube auch nicht die Schlechtesten was dieses Thema angeht.
00:33:41: also weil wir wie wir so miteinander umgehen, wie wird Dinge klären?
00:33:48: Wie wird?
00:33:48: Dinge werden uns schon eher manchmal ein zwei Gedanken mehr machen bevor man einfach so los plappert und immer wieder so das ist aber stressen.
00:33:59: Das ist aber schwierig.
00:34:01: Und dass es aber ah und zu dieses Dauer gestöne das haben wir eigentlich nicht und Es ist nicht so Dass wir das schon immer nicht haben denke ich sondern Das ist eine Frage der Persönlichkeitsentwicklung, die man sich angedeiht oder auch nicht.
00:34:19: Na
00:34:19: auf jeden Fall!
00:34:21: Jetzt möchte ich gerne darüber sprechen was passiert denn danach nach so einer Reanimation?
00:34:28: Also... Was ist denn der Partnerin-Partner in Kollabieren und zusammen wird vollkreisch reanimiert und überlebt?
00:34:39: Was ist dann?
00:34:40: Was passiert dann
00:34:41: eigentlich?!
00:34:43: Also welcher Perspektive.
00:34:45: Aber was
00:34:45: ist, wenn die Person vielleicht nicht mehr dieselbe ist?
00:34:48: Deswegen müsste man das Wort Überleben definieren.
00:34:51: Das hat man ja schon mal an der Stelle.
00:34:53: Genau, weil eben wie sagt ihr vorhin, dass man sozusagen sein Leben zurückkriegt.
00:34:58: Was gibt ihm?
00:34:58: natürlich Menschen, die können eben nicht mehr lesen und gar nicht mehr kommunizieren sind gar nicht mir wach und ansprechbar...
00:35:06: Also da kann ich auf einiges an Erfahrung auch zurückgreifen, weil in meiner Also vor vielen, vielen Jahren habe ich mir auf einer Station gearbeitet.
00:35:16: Wo... ...querschnittsgelebte Patientinnen und Patienten rehabilitiert wurden.
00:35:22: Das war so am Anfang meiner beruflichen Karriere.
00:35:25: Bevor ich in die eineste See gegangen bin Und dort bin ich definitiv Zeuge geworden Wiebeziehungen?
00:35:33: Die Mehr-Beziehung schon im Krankenhaus auseinander brachen.
00:35:38: Und wie einige Beziehungen aber auch Gehalten haben über viele, viele Jahre.
00:35:43: Weil unsere Patienten kamen ja immer mal wieder zur Durchuntersuchung etc.
00:35:48: Wir hatten es sehr zu einigen Patienten übrigens der persönliches Verhältnis.
00:35:53: Die haben lange Liegezeiten bei uns gehabt.
00:35:55: Wir hatte viel Zeit und da musst du wirklich eine Beziehung haben die muss mit Binnenfüßen auf dem Boden stehen weil das ist kann jeden verstehen.
00:36:08: ich kann mich dem nicht stellen.
00:36:09: genau Ey, wenn ich bärmetonsfähig werde und bin danach apalliker.
00:36:16: Also das heißt, ich bin nicht mehr in der Lage zu kommunizieren, zu essen, zu sprechen.
00:36:21: Vielleicht nicht mal mehr alleine zu atmen.
00:36:23: Dann möchte ich nicht, dass du an dieser Beziehung festhälst.
00:36:28: Ich möchte eigentlich, dass es gar nicht so weit kommt?
00:36:30: Ja, ist schon klar!
00:36:31: Ich würde gern gar nicht apalliker werden.
00:36:33: Nee also... Dass du dann auch diese Entscheidung triffst, dass
00:36:35: man sich
00:36:36: das nicht weiterleben muss dieses Leben.
00:36:39: Aber manchmal Besteckt man da ja nicht drin, so?
00:36:43: Dann möchte ich bitte... Wenn ich eh nichts mehr mitkriege, möchte ich nicht, dass du dich noch aufmerksamst vor mich pflegen musst.
00:36:49: Gar nicht!
00:36:50: Wir alle wissen aber nicht wie viel du noch mitkommst.
00:36:52: Ja
00:36:52: egal.
00:36:54: Auch wenn ich noch was mitkomme, finde ich das ist meine ganz persönliche Meinung, muss der andere jetzt nicht sein Leben aufgeben.
00:37:02: Meine Meinung.
00:37:03: Ich weiß nicht, wie du dazu stehst und ob es andersrum für dich wichtig wäre, dass Du gepflegt wirst und dass man irgendwie alles tut.
00:37:10: Also ich kann da beide Seiten einfach verstehen, dass Menschen das können und dass Menschen es einfach nicht können.
00:37:15: Ja.
00:37:15: Ich kann das einfach verstehen.
00:37:16: Es
00:37:16: bewundert, als wenn Menschen es können?
00:37:18: Ich auch!
00:37:19: Ähm...ich weiß nie ob ich's könnte.
00:37:21: Ja, das wissen wir beider nicht.
00:37:24: Das wissen wir definitiv beide nicht weil
00:37:28: ja..es
00:37:30: ist ja gerade jetzt in der Minute so ein konstruierter Fall und wir bitte wissen aber Das kann wirklich schnell, ganz schnell.
00:37:40: Wird das so greifbar und dann wird niemand das von seinem Partner, von seiner Partnerin erwarten?
00:37:47: Doch ich glaube es würde schon.
00:37:49: Ich glaube es gibt Menschen die das erwarten.
00:37:51: Ja echt?
00:37:52: Ich glaube
00:37:52: ja schon.
00:37:53: Wie nicht?
00:37:54: Wir weinen nicht!
00:37:55: Wir sind dabei anders einfach auch.
00:37:58: Deswegen will ich das gar nicht werten.
00:38:00: Ich will gar nicht werten wenn jemand sagt doch natürlich wir sind doch verheiratet und natürlich... Der soll mich doch lieben, auch wenn ich eben schwerstbehindert bin.
00:38:11: Ich glaub schon dass Menschen so denken und das ist völlig okay!
00:38:14: Aber es muss trotzdem für den anderen einfach in Ordnung sein, wenn der das eben genau nicht kann.
00:38:21: Also ich denke jetzt ist diese Aufgabe, da darf man das Wort verwenden dieser Aufgabe ja sich der zu stillen und ist zu probieren.
00:38:28: Das ist das was mich früher dann damals immer aufgeregt hat Wenn das schon in der Anfangsphase bevor die Patienten überhaupt entlassen wurden Beziehungen zur Brache.
00:38:37: Also was ja wieder mal mit Angst zu tun und ich könnte das vielleicht nicht schaffen, wenn man es dann wirklich nicht schafft, weil man merkt okay ich komme hier an die Grenze oder können wir oft beispiele?
00:38:47: Dann muss man loslassen aber... ...die Flinte vorher schon ins Korn zu werfen.
00:38:53: Ich glaube versuchen würden wir's.
00:38:57: Bisschen nicht!
00:38:58: Was kommt davon
00:38:59: an?!
00:38:59: Ich weiß es nicht
00:39:00: mehr.
00:39:00: Ne, wir wissen es vielleicht noch
00:39:01: nicht.
00:39:01: Also eben auch da wieder waren halt noch nie in der Situation Am besten vollkommen wir auch nie in die Situation, ne?
00:39:10: Ich weiß nicht wie ich reagiere.
00:39:11: Weil eigentlich hab' ich... Wenn man jetzt mal geht, mein ich Partner-Partner dann weiß nur wenn das eigene Kind auf einmal einen Unfall und sowieso da würde man ja auch erstmal alles versuchen.
00:39:21: aber auch da gibt es manchmal Eltern, die an einem Punkt kommen.
00:39:24: Das haben natürlich meine Arbeit wieder mit rein, die das einfach nicht können!
00:39:28: Die das einfach... Also gibt es Eltern die das großartig und völlig abgefahrenen Managern und es gibt Eltern die können das einfach Und das muss einfach okay sein.
00:39:37: Das müssen die dürfen können,
00:39:39: ne?
00:39:39: Logisch!
00:39:40: Es
00:39:40: ist einfach emotionaler
00:39:42: Suchaufnehmen
00:39:43: aufreibend
00:39:45: und es ist jedem sein eigenes Leben und niemand verpflichtet seinen Leben jemand anders komplett
00:39:52: zur
00:39:52: Opferung.
00:39:54: Ja wie man damit umgeht wenn es auf einmal so komplett anders ist weil's ist einfach was anderes.
00:39:58: wenn du ein Pflegefall zuhause hast kommt er eben drauf an, ne?
00:40:03: So gibt es noch eine Interaktion oder fast keine Interaktionen mehr.
00:40:08: Das finde ich schon macht einen Unterschied, wenn du jetzt auch immer nur nicht mehr sprechen könntest.
00:40:11: aber ich könnte mit dir in irgendeiner Form kommunizieren ist das ja auch nochmal was anderes wo man, wenn man so meist, es kommt noch eine Gegenreaktion als vielleicht eine Reaktion wo die andere Person gar nicht mehr reagieren kann und dass man dann vielleicht auch manchmal wütend ist und einfach überfordert ist mit so etwas.
00:40:28: Und man sieht sich das doch erlauben doch hundert Prozent
00:40:31: Und das ist viele dann natürlich auch sagen, hätte ich mal warum?
00:40:35: und den Flüchten die sich vielleicht auch in eine andere Beziehung weil es da wieder eher so ist kann nicht mehr gut vorstellen dass was denn auch ist.
00:40:43: Was ist denn wenn man auf einmal keinen nicht mehr sexuell miteinander werden kann?
00:40:51: Wir sind alle wir haben unsere Bedürfnisse.
00:40:53: und wie ist wenn es nicht mehr gegeben ist muss man halt enthalt sein bis an seinen Lebensende.
00:41:00: So, wo ich so denke.
00:41:01: Ich will gar nicht, dass mein Partner darüber überhaupt nachdenkt und sich so verpflichtet fühlt mich zu pflegen aus irgendeinem... Aus irgendeiner Impulse heraus, wie jetzt Verantwortung für sein Leben bis meinem Lebensende wahrnehmen muss?
00:41:17: Nee, das sag' ich ja.
00:41:18: Ich möchte dann gerne, denn kann die Beziehung beendet werden wenn ich nie mehr klar bei Verstand bin.
00:41:24: Kannst du doch trotzdem in deinem Leben noch leben?
00:41:26: Hm.
00:41:27: Ich weiß nicht ob du das anderswo auch sagen kannst.
00:41:29: Ich denk auch!
00:41:30: Hundert Prozent.
00:41:33: Jut!
00:41:34: Ganz schön, krasses Thema.
00:41:37: Finde ich auch.
00:41:40: Wir gehen mal wieder zurück in diese Notfall-Situation und zwar was ist mit dem anderen der geholfen hat?
00:41:51: Das finde ich noch viel krass.
00:41:53: Wenn wir da so ein bisschen reingehen...
00:41:55: Könnte man Jonjas zwei verschiedenen Seiten beleuchten also wenn derjenige, der geholfen hat sozusagen tatsächlich als Lebensretter daraus hervorgeht.
00:42:07: Weil es okay er hat das sozusagen mit ... Er war eigentlich durch sein Mut und seine Entscheidung der oder diejenige die dafür gesorgt hat dass der andere überlebt, dass er seinen Leben zurückgekriegt hat.
00:42:23: Dass er eben noch kommunizieren kann.
00:42:26: Er hat sein Leben zurück gekriegt obwohl hätte man ihm nicht geholfen, er jetzt tot wäre.
00:42:32: Also ich denke damit umzugehen das kann man also weil es... Das wird dann sicher auch nachts ab und zu heim suchen.
00:42:44: hundert Prozent aber mit Erfolg umzugehn ist wahrscheinlich deutlich einfacher.
00:42:52: Weil man ja immer an sich zweifelt, ne?
00:42:54: Hätte ich noch mehr machen
00:42:55: können als anders
00:42:56: machen müssen.
00:42:57: Wie oft... Also egal wenn wir irgendwie auch in den Notfall drehen wie oft kriegen wir persönliche Geschichten eben berichtet und sagen hätte ich noch was anderes machen können hätte ich etwas besser machen können wo es denn für uns mal ganz schwierig ist natürlich zu sagen nee du hast alles gegeben was du was grad dir in dem Moment zum Machtstand so oder zur Verfügung stand.
00:43:17: Was lag halt aber nicht in deiner Macht, ob diese Person jetzt überlebt oder nicht.
00:43:22: Also du hast was gemacht und bist nicht weggelaufen?
00:43:24: Du hast den Mut gehabt!
00:43:26: Und manchmal sterben Menschen.
00:43:29: Es ist einfach so die sind nicht zu retten.
00:43:32: Wir wissen das eben nicht vorher wir sehen es ja nicht.
00:43:35: Das ist der Herzenfarkt, das ist jetzt die Mlungen-Emboli... ...oder das ist hier sozusagen eine Herzerkrankung oder irgendwas.
00:43:45: Das wissen wir nicht vorher, wir können halt nicht reingucken und deswegen müssen wir erst mal alles geben.
00:43:49: Aber eben da muss man sich immer dessen bewusst sein dass wir alles geben können.
00:43:53: trotzdem kann es halt negativ ausgehen.
00:43:57: Und dort damit umzugehen wenn man sagt ja das Zeit halt alle Wunden flütseln.
00:44:08: Zeit halt nicht alle wunden Wenn man merkt das immer wieder heim sucht dann muss man unbedingt Hilfe holen und professionelle Hilfe holt.
00:44:19: Und das Schöne ist, dass auch im Profibereich diese Hilfe immer mehr angenommen wird.
00:44:24: Also dieses Jahr menschlich bin seit zwanzig Jahren im Job.
00:44:28: Mich kann nichts mehr erschrecken.
00:44:30: Das ist da alles Schnee von gestern.
00:44:33: Man muss eben nicht mehr der Indianer kennen keinen Schmerz und wir können so unseren Gefühlen einfach stehen, auch wenn man da etwas nicht mehr können.
00:44:42: Menschen danach, also unserem medizinischen Kreis natürlich auch einfach Probleme entwickeln.
00:44:48: Und so können natürlich auch die Retter an Anführungszeichen, vielleicht sogar ihren Partnerinnen erfolgreich oder nicht erfolgreicher in die Mitte haben.
00:44:56: Dass das eine extrem belastende Situation ist, ist ganz klar und da brauchen manche Menschen wirklich eine Art Therapie oder eben eine Begleitung.
00:45:05: Manche sagen erst mal ich muss es mit mir abmachen.
00:45:07: Da muss man dann immer gucken was brauche ich in dem Moment?
00:45:12: Es sind Schuldgefühle, Angst.
00:45:14: Und einfach auch Angst, dass so was wieder passiert.
00:45:16: Das kann man ja auch total nachvollziehen.
00:45:19: Das wird die große Rolle spielen?
00:45:20: Ja
00:45:22: und das ist eben Wiederumgang mit dem Tod.
00:45:25: So wenn... Das ist einfach unterschiedlich und da darf jeder sich die Zeit nehmen, die er braucht oder auch einfach die Hilfe nehmen, der er braucht, oder immer noch nicht.
00:45:37: Bei dieser Reanimationsparty sind ja auch in den Bogen nochmal Ein Dorf hilft
00:45:45: sich selbst.
00:45:46: Die Geschichten, welche Geschichten haben dich besonders bewegt?
00:45:50: Also bei mir sind es zwei, hast du auch sowas und sagst hey das passt jetzt gerade zu deinen Fragen den du gestellt hast.
00:45:59: also was mich so sehr sehr bewegt hat war ein Gespräch mit einem Mann im mittleren Alter.
00:46:05: der war nicht dabei Also der hat das Training nicht mitgemacht.
00:46:10: seine Frau hat mit gemacht und erzählt ihm dann ganz euphorisch.
00:46:15: Das konnte er überhaupt nicht verstehen, weil danach sind noch mal hundert Personen gekommen nach unseren zwei Stunden bei.
00:46:21: die Tanzveranstaltung war ja dann bis zu zweihundert oder zweieinhalbfünfzig ausgelegt viele kamen erst zum Tanzen.
00:46:30: Und ihr könnt es gar nicht verstehen dass eine Frau völlig euphori schon begeistert von den ersten zwei Stunden erzählte Was habt ihr da gemacht?
00:46:40: Also ich bin ja auch Betriebsarzt-Hilfe und es ist immer puttenlangweilig.
00:46:45: Was habt Ihr da
00:46:46: gemacht?".
00:46:46: Und das hat mich bewegt, dann hat er eine persönliche Geschichte erzählt also wie schnell sich von einer Minute auf die andere sich Dinge verändern und das will ich jetzt gar nicht alles erzählen.
00:47:01: Das würde es auch zu lang machen aber diese... Also ah, diese innere Geschichte so Mensch was habt ihr einfach gemacht?
00:47:09: Meine Frau ist so begeistert war.
00:47:12: Was habt ihr hier angestellt?
00:47:14: und dann diese persönliche Geschichte?
00:47:17: Wie war es bei dir?
00:47:19: Bei mir ist eher sowas nicht so bewegt hat so dieser Gedanke dahinter.
00:47:23: Ich habe auch Gespräche geführt die auch bewegend waren.
00:47:28: aber ich glaube noch mal anders als bei dir Bei mir ist eher dieser gemeinschaftliche Gedanke, wir stellen uns jetzt diese Thematik.
00:47:37: Das hat mich eigentlich am meisten bewegt.
00:47:39: So ist es im Leben auch und da bin ich auch federführend.
00:47:43: Dass man nicht immer alles alleine schafft sondern dass man manchmal auch einfach eine Gemeinschaft was tun darf.
00:47:52: Und das manchmal dann viel leichter wird wenn man etwas gemeinsam macht und das eben nicht nur auf Reanimationen bezogen ist.
00:47:57: wichtig um Hilfe zu bitten nicht alles alleine zu machen und zu sagen, ich brauche einfach Unterstützung sich da zu trauen auch den Mut aufzubringen.
00:48:06: Weil wir fragen häufig viel viel zu selten nach Hilfe Und dafür finde ich eben schön dieser Grundgedanke dieses Dorfs einfach zusammengekommen.
00:48:13: Wir machen jetzt vor allem die Praxis natürlich, die das ganze initiiert hat.
00:48:19: Das
00:48:19: ist es.
00:48:20: Großartig
00:48:20: Stimmt
00:48:21: weil oft hat man ja so das Gefühl dass wir als Gesellschaft vielleicht ein bisschen verlernt haben So füreinander da zu sein und diesen Gedanken wieder zu wecken.
00:48:32: Bedarfshalt ist so ein Menschen, wie die, die wir dort kennengelernt haben weil das hundertzehn Leute zusammenkommen ist natürlich das eine.
00:48:44: aber es zu schaffen dass sie überhaupt zusammen kommen also die Werbetrümmel zu hören das ganze auszugestalten im Vorfeld sozusagen eine Gabung so zugesteinen eh das müsst ihr euch angucken und so das ist eben die langweilig die machen ganz toll.
00:48:59: also da so viel Mut doch reinzustecken.
00:49:03: Das ist ja Mut, ne?
00:49:04: Also bitte vor einer Tanzveranstaltung ein Reanimationskurs anzubieten Ja hallo!
00:49:12: Da muss das schon echt wirklich mutig sein.
00:49:15: Wie viele Dörfer kennst du wo das funktionieren würde?
00:49:19: Wo es Menschen gibt die sowas in die Hand nehmen und sowas anschieben.
00:49:26: war ja definitiv so.
00:49:27: das besondere, weil alle lieben sich auf Wochenende und jeder ist eigentlich mehr so.
00:49:33: Sie selbst der Nächste.
00:49:35: So werden wir ja doch mittlerweile auch viel beeinflusst.
00:49:39: kümmern dich um dich selbst, sonst hilft dir erkennen.
00:49:42: Und das war eben dort anders.
00:49:46: wie helfen uns selber?
00:49:48: Die haben zusammen alles aufgebaut die haben das abgebaut.
00:49:51: Die haben sich am Sonntag dann obwohl sie noch ein paar Stunden getroffen geschlafen haben, die sich getroffen und haben aufgeräumt.
00:49:57: Hammer!
00:49:59: Ja so schön und das ist eine Folge wert sozusagen darüber mal zu sprechen.
00:50:07: Das habe ich auch letzte Woche eben nicht gemacht.
00:50:09: da war es ja nur eine Einzelfolge von mir sozusagen.
00:50:12: und heute machen wir's aber zum Thema.
00:50:15: Ich hoffe dass ganz... Da dürfen wir in den Ort eigentlich sagen?
00:50:19: Scheiß gar nicht.
00:50:20: Wollen wir Ihnen sagen?
00:50:22: Klar.
00:50:22: Das ganz milden See
00:50:24: Ganz,
00:50:24: ganz hört dreitausend Leute noch mal oben drauf.
00:50:28: Würde
00:50:29: ich auch toll finden was wir verpasst haben bei so vielen Gästen.
00:50:34: Werden von unseren Podcasts zu erwähnen.
00:50:36: Dann
00:50:36: können die ja einen
00:50:37: internen Verteiler,
00:50:39: dann können
00:50:39: sie in unserem Podcast.
00:50:40: Ja
00:50:40: liebe Praxis ihr könnt gern diesen Podcast in den Verteilern setzen.
00:50:46: Also wir können es einfach manchmal nicht verhindern dass das Leben uns aus der Bahn kickt egal aus welchem Bereich beziehung leben.
00:50:55: oder also ja wenn eben das ist einfach so.
00:50:58: Aber wir können eben lernen wirklich mutig zu handeln, auch wenn man Angst hat dass es einfach völlig okay sind völlig normal und dass man ihm Hilfe annehmen darf.
00:51:09: das ist wieder ein kleiner Appell an mich.
00:51:11: Und natürlich Verantwortung vor allem über füreinander zu übernehmen das finde ich so wichtig.
00:51:16: und das Leben einfach mal wie auf so einer Reanimationsparty auch zu feiern ohne erst in so einen Moment zu stecken, wo man sagt jetzt feier ich habe es zurückgekriegt sondern diesen Zeitpunkt wirklich bewusstzuwählen und sich dem Thema zu stellen.
00:51:34: Weil schon morgen müssen wir alle nicht was an unsere Türe klopft.
00:51:40: Richtig!
00:51:40: Ja und da nochmal ganz klar wartet euch dem Thema... Was passiert wenn jemand plötzlich zusammenbricht?
00:51:47: Nicht mehr richtig atmet dass es eben nur darum geht So schnell wie möglich die eins und zwei zu rufen, anfangen zu drücken.
00:51:53: Vielleicht noch schauen wo ist so ein ID in der Nähe?
00:51:55: ID
00:51:56: steht für defibrillator auch an dieser Tonne alle dorthin einer.
00:52:00: Und viele hatten wirklich nicht Angst aber Respekt davor Aber angstene zu benutzen weil sie dachten sie machen können wieder was falsch machen.
00:52:07: oder nach waren die so ganz motiviert haben gesagt jetzt würde ich mich das trauen.
00:52:11: Dann
00:52:11: haben wir uns geguckt wo es denn der Schrank und wo der defi drin ist.
00:52:15: ja also Lieber egal ob ihr lieben, egal ob in Stadt oder Land.
00:52:21: Wir stehen euch für solche Aktionen auch immer zur Verfügung?
00:52:25: Auch hilfreich dass ihr das selber in die Hand nehmt und ihr habt auch selber gestaltet und ihr könnt Werbeblock schüren.
00:52:33: aber ich fand es toll du fands toll.
00:52:37: Und an der Stelle nochmal vielen vielen vielen dank an alle die gekommen sind egal wie alt wir jung Und ganz besonders auch.
00:52:47: An die Praxis?
00:52:48: Ja!
00:52:50: An eine... ...internistische Praxisse melden sie, ich glaube es gibt nicht so viele.
00:52:56: Also vielen Dank für euch einfach weil es lebt von Menschen die das Ganze in die Hand nehmen.
00:53:03: und für
00:53:03: diese Tolle also wir wurden daher empfangen Wir wurden verköstigt.
00:53:07: Es war wirklich, also sind wir gleich gewöhnt ne?
00:53:10: Ne, haben
00:53:10: wir.
00:53:11: Das war wirklich schön, also auch dafür Danke Verschworene Gemeinschaft, die uns einfach mit reingenommen haben.
00:53:19: Wir waren wieder einmal drin und es war völlig egal wo wir herkommen.
00:53:26: Und das darum geht's in diesem Leben.
00:53:29: Wir müssen uns mit mehr Menschen umgeben genau wie das machen sich verantwortung übernehmen.
00:53:35: Ja, ihr leben willkommen dann wieder Genau
00:53:38: so und damit schließen wir jetzt unseren Podcast.
00:53:40: ja wir
00:53:41: müssen noch was essen.
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