Trauer ist wie Glitzer – Part 2

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00:00:00: Hallo, hallo.

00:00:02: Willkommen!

00:00:05: Heute mal wieder ein Podcast aus

00:00:07: der Uckermark

00:00:08: mit uns beiden.

00:00:10: Der letzte denn hast du alleine gemacht?

00:00:12: Alleine gemacht.

00:00:12: Ich habe gefühlt dieses Jahr viele alleine gemacht.

00:00:17: Manchmal geht es sich halt... Ja manchmal ist das so.

00:00:21: Ist auch gar nicht... Das

00:00:22: ist nie eine Frage der Lust, das ist aber keine Frage der Zeit.

00:00:26: Weil zack, is ne Warum

00:00:27: oder auch wie's grad so passt.

00:00:30: Man muss natürlich auch immer gucken.

00:00:31: Und man muss dazusachen, dass wir nie auf Halde aufnehmen.

00:00:35: Also wir nehmen nie zwei oder drei auf um irgendwas in Reserve zu haben.

00:00:41: Wir machen nicht

00:00:42: so eine Akkord und wir nehmen mal auf sondern es ist eigentlich immer tagesaktuellen.

00:00:46: Und damit ergibt sich einfach mal...

00:00:49: Das fühlt sich aber für uns richtig an.

00:00:51: Wir wollen das gar nicht anders denn wir wissen ja meistens nicht schon Wochen vorher welche Themen wir bearbeiten Und von daher ist es auch gut so.

00:01:01: Ja, das Thema was wir heute bearbeiten, das sind wir eigentlich schon lange.

00:01:08: Das

00:01:09: haben wir auch nicht vor uns hergeschoben, sondern das braucht Zeit und das Thema werden wir bestimmt nochmal aufgreifen.

00:01:18: aber worum geht's heute?

00:01:21: Heute gehts um Verlust, den Umgang mit Verluste oder allgemein um Trauer.

00:01:30: Du hattest schon mal ein Podcast alleine aufgenommen?

00:01:33: Genau, wir hatten ja schon Trauer sowieso schonmal.

00:01:38: Aber ich hatte.

00:01:38: genau als das bei dir gerade so akut war, hatte ich ja schon mal eine Solofolge auch aufgenommen wo es darum ging wie geht's eigentlich den Partnern wenn man meinen Trauern dann hat

00:01:54: Ja Wie geht man damit um?

00:01:55: Das ist ja oft Es ist einfach eine spannende Aufgabe.

00:01:59: Ich hätte jetzt beinahe spontan schon wieder so einen blöden Satz gemacht.

00:02:03: Das ist oft nicht ganz einfach, aber das passt da auch nicht.

00:02:07: Sondern es ist eine Aufgabe.

00:02:13: Trauern ist ne Aufgabe?

00:02:14: Nee, trauern is keine Aufgabe!

00:02:17: Wir fehlen alles in Bezug auf den Tod meines Papas und des Thema Trauer.

00:02:21: Wir feheln mir oft die passenden Worte, die Dinge zum Ausdruck bringen Was mir so durch den Kopf geht.

00:02:33: Also, so wie beispielsweise der Satz die oder besser gesagt deine Frage eben Trauer ist eine Aufgabe.

00:02:40: Das ist schwierig.

00:02:43: Ja darf auch traur begleitet und es trauer is ein Begleiter.

00:02:48: Ich komme auf den Satz nochmal zurück ein bisschen später wenn man tief an das thema eingestiegen sind.

00:02:55: Da gibt's einen ganz ganz schönen vergleich.

00:02:57: ja

00:02:59: was bleibt Nach so'n letzten Worten.

00:03:04: Du hast ja die Trauerrede für dein Papa gehalten und wir wollen heute gar nicht unbedingt um den Tod an sich sprechen, sondern eher darüber was ist dann?

00:03:20: Was passiert danach?

00:03:22: Ja viele sagen ja mit der Beerdigung oder mit der Ohrenbeisitzung oder welche Variante man auch wählt ist nochmal so ein großer Schritt getan.

00:03:34: Ja, es ist ein Schritt aber an sich ist alles so zwischen Tod und dem Versterben des Angehörigen eines Menschen den man liebt und der Weissetzung der Beerdigung.

00:03:51: ja eigentlich das sehe ich eher so oft als Aufgaben.

00:03:57: da braucht man Trauerscheine dann muss man Sachen ummelden da muss man funktionieren und hat eigentlich oft, das wisse ich noch von dir also so ein Satz den du damals gesagt hast.

00:04:09: Man hat gar nicht richtig Zeit zu trauern gerade in der Zeit wo man eigentlich mal in Ruhe traurig sein will sich vielleicht auch einen Sein hängen lassen will seine Gedanken mal Raum geben.

00:04:22: Da muss man funktioniert und jetzt nach der Unbeisetzung hat man eigentlich Zeit.

00:04:30: Es gibt immer noch ein paar Aufgaben, aber ich habe die grandioseste Familie, die man sich vorstellen kann.

00:04:37: Wir teilen uns so schön die Aufgaben.

00:04:40: kein böses Wort, kein Neid, es ist alles super angenehm.

00:04:47: und jetzt kommt eigentlich erst zu der Raum für das Thema Trauer oder für Trauer Ja.

00:04:58: Warum war es dir so wichtig, diese Trauerrede für den Papa zu halten?

00:05:03: Die Frage hatte ich erwartet.

00:05:05: Ich hätte bei einer schon wieder felsicherweise gesagt befürchtet... ...ich habe sie erwartet!

00:05:10: Wie kam das eigentlich dazu?

00:05:11: Du warst ja dabei und ich hol weiter aus.

00:05:14: wie alle waren garantiert schon auf Trauerfeiern.

00:05:18: Der eine häufiger der andere seltener.

00:05:21: mit zunehmenden Alter nimmt die Zahl sicher zu und in jüngeren Jahren sind es manchmal auch Leute, die ihm gar nicht so nahestehen.

00:05:30: Oh das ist was ganz Dramatisches!

00:05:31: Das ist ein Menschen im selben Alter.

00:05:34: aber man hat Trauerreden schon gehört ne?

00:05:39: Rhetorisch Eimern frei gut gehalten getragen Man konnte sich in die Worte fallen lassen.

00:05:47: Aber je näher man den Menschen kannte und so häufiger gehen ihnen eigentlich auch so Dinge durch den Kopf Na ja, wird das dem jetzt gerecht?

00:06:01: Also man ist dann vielleicht auch am Werten.

00:06:04: Auf der einen Seite das Rhetorisch ausgeklügelte auf der anderen Seite des Wissen.

00:06:11: also wir waren ja dann im Werdigungsinstitut und ich fand diese Zusammenkunft wo wir alles besprochen haben im engsten Kreis so alle die sozusagen direkt involviert sind.

00:06:25: Man nennt sie auch ersten Gradus.

00:06:28: Da kam dann so plötzlich aus mir dieser Satz raus, die Trauerrede halt durchselgst.

00:06:34: Ich hatte da eigentlich gar nicht so intensiv, wusste auch vor dem Treffen nicht dass ich das sage.

00:06:40: Ich hab's dann einfach gesagt weil mir so viele Dinge durch den Kopf rasten in den Moment und ich dachte ja... Das möchte ich gern machen Das will ich machen.

00:06:57: Ja.

00:06:58: Denkst du, dass es bereut hätte, wenn das jemand anderes gemacht hätte?

00:07:01: Unbedingt, ja.

00:07:02: Hundert Prozent.

00:07:03: Weil dieser Gedanke, der muss bei dir schon ... Am Anfang war's ja auch so... Da hast du erst noch überlegt, ob da was mit deinen Neffen zusammen

00:07:10: machst und ... Na, das kam ein bisschen später.

00:07:13: So!

00:07:14: Also, das kann ein bisschen später ... Der kann mal ein bisschen Später auch nochmal drüber reden.

00:07:18: Also in diesem ... Dieser erste Moment, das war wie eine ... Naja, wie so eine Welle die mich selber kommen ist.

00:07:24: Nee das mach ich selbst und es wurde so offen von dem Herrn vom Beerdigungsinstitut so offen angenommen und er hat sich keine Sorgen, nee herrte uns ja getutzt.

00:07:37: Macht ihr keine Sorge?

00:07:38: Das machen wir zusammen.

00:07:40: Also da hatte ich gleich so okay, das schaff' ich.

00:07:46: Ich hielt's für richtig.

00:07:51: Also ich hätte das für mich niemals gekonnt, weil ich einfach... Ich bin gerade so oft beerdigend und so emotional.

00:08:01: Mich nimmt es somit, dass sich das nicht könnte.

00:08:04: Deswegen habe ich das echt bewundert.

00:08:06: Und können wir ja nachher nochmal drüber sprechen?

00:08:08: Das war natürlich großartig!

00:08:10: Welcher Satz aus der Rede begleitet dich bis heute?

00:08:15: Das sind so ein paar Dinger.

00:08:19: eigentlich fallen mir spontan drei Sachen ein Einmal eine Zahl und zwar einunddreißigtausend fünfhundert achten siebzig Tag.

00:08:32: Da holt sich nicht wieder weg.

00:08:35: Okay, ja das zweite ist ein Zitat aus dem ersten Teil der Trauerrede.

00:08:42: es sind Zitat was nicht von mir ist sondern von Maria Wege Trauer ist kein Eindringling Sie ist kein Fehler im System Sie ist das Echo einer Verbindung, die so tief ging dass ihr Abdruck in allem geblieben ist was du berührst siehst und fühlst.

00:09:02: Dieses Echo braucht keinen Kampf es braucht Platz.

00:09:07: Das ist ein Satz der hat so so so unfassbar viel.

00:09:13: Also er hat mich eigentlich fast durch die ganze Rede getragen.

00:09:17: Ja an das dritte kannst du dir denken

00:09:19: Trauer als für Glitzsachen.

00:09:21: Es ist auch das, was bei mir immer noch hängen geblieben ist.

00:09:23: Das müssen wir vielleicht kurz aufklären wie es... Wie kam's dazu?

00:09:29: Also vielleicht du mal aus Sicht eines Menschen der mir extrem nahe steht und der die Rede gehört.

00:09:37: Na dir war ja dieses Buch schon, das ist ja relativ präsent schon die ganzen letzten Wochen auch gewesen in Vorbereitung auf die Trauerrede, kam das ja relativ schnell

00:09:48: zu.

00:09:51: Ich habe ja die Räder auch gelesen.

00:09:53: Und ich finde diese Beschreibung, dass Trauer wie Glitzer ist, hab mich natürlich total abgeholt gefühlt weil... ...ich hatte nur schon so ein paar schwere Verluste.

00:10:06: Hm, deutlich mehr als ich.

00:10:08: Und genau so ist es also!

00:10:11: Ich weiß nicht ob du dich noch ändern kannst, als wir ja so bisschen durch die Musik gehört haben und dann überlegt man welche Lieder recherchiert man und dann kommen, kommen so ein paar Lieder.

00:10:23: Und dann denke ich gar nicht unbedingt daran und dann spielen wir die an und dann haut es mich einfach komplett weg.

00:10:32: Und das ist es denn, kommt ebenso wieder dieser Gizama kurz vor oder als ich sehe den Lkw meines Vaters auf der Autobahn was auch gar nicht so selten passiert.

00:10:42: Jetzt aber nicht regelmäßig, aber eben einmal im Jahr vielleicht einmal im halben Jahr?

00:10:49: Also dann merkt man immer, okay das ist noch da.

00:10:52: Man hat es nicht überwunden und es erwartet ja auch niemanden und es ist halt so eine schöne Erklärung in diesem Buch.

00:10:59: also ich will verlinken das natürlich hier auch für alle die einen Verlust schon hatten.

00:11:05: Ich glaube für dies ein sehr schönes Buch.

00:11:10: Und diese Beschreibung fand ich eben so schön weil es trotzdem so eine gewisse Leichtigkeit mit sich

00:11:17: gebracht hat

00:11:18: mit diesem Glitzer und so.

00:11:20: Das ist eben nicht immer wie ein Mantel überall hängt, am Anfang ist das natürlich so aber man legt diesen Mantel ab und irgendwann weicht es irgendwie so ein bisschen, aber man trauert trotzdem immer nach und da ist dieser Vergleich mit einem Glitzer der halt auf einmal ist er doch noch mal auf dem Pullover oder unterm Schrank oder eher so und das fand ich so schön und das hat mich...

00:11:46: Ja, das ist schön.

00:11:47: Das wird schön.

00:11:49: Also was ich auch damit verbinde, dass es so ein Thema schön sein kann.

00:11:57: Man kann eine schöne Bärde machen.

00:11:58: Ich mach vielleicht

00:11:59: mal einen Schritt zurück.

00:12:00: Das steckt mir immer noch in den Knochen.

00:12:02: Jetzt muss ich's sehr unpersönlich machen.

00:12:06: Es sind Menschen.

00:12:08: Ein paar Tage nach dem Tod meines Pappers, wo wir alle dabei waren... Meine Mama war dabei und meine Schwester und ich.

00:12:15: war so ein ganz, ganz großer ...

00:12:19: So'n krasser Moment.

00:12:20: Das

00:12:20: ist so'n ganz großer Moment und jemand mir dachte, dass er vielleicht mehr im Kopf hat oder ein bisschen mehr Emotionen hat als tatsächlich, fragte mich irgendwie und ich hab gesagt das war so groß, es war so großartig.

00:12:38: man kam ein ganz blöder Spruch zurück und da hätte ich euch hier zuschlagen können Weil auch Sterben kann großartig sein.

00:12:49: Weil das Ort Großartig hat ja nix damit zu tun, dass ich in dem Moment ... Das ist super!

00:12:56: Das ist schön, das ist eine Spanale, sondern Großartiges.

00:12:59: was Großartige ist als dieses.

00:13:01: Ist ja auch diesen Prozess den ihr durchlebt habt und denen habt ihr nicht nur Großartigkeit gemeistert, sondern es war einfach so ein ... Auch das ist wieder so eine Sterbengörte einfach dazu, ne?

00:13:12: Auch

00:13:13: wenn wir das alle nicht wollen... Und wenn man es einem Menschen schön machen kann, so schön wie's irgendwie geht.

00:13:21: Ist das einfach großartig?

00:13:23: Ja und dann darf man auch... Das Wort noch?

00:13:25: ...dauer ist wie Glitzer.

00:13:27: Weil als ich das Buchs erst einmal in den Händen hielt, nee.

00:13:31: Nee.

00:13:32: Als ich nach Büchern gesucht habe, es ist mir sofort ins Auge gefilmt.

00:13:37: Kann man das denn sagen?

00:13:39: Trauer is wie Glitzer!

00:13:40: Darf man denn das?

00:13:41: Ich weiß nicht, ob es dir ging.

00:13:44: Du dachtest, Glitzer ist doch was Schönes.

00:13:47: Das Strahlende.

00:13:51: Je mehr ich gelesen habe ... Quatsch!

00:13:53: Du brauchst in diesem Buch genau ein oder zwei Seiten.

00:13:57: Du musst gar nicht viel weiterlesen und du bist so ergriffen.

00:14:03: Also das ist so ehrlich und unfassbar zutreffend kommt so auf den Punkt, ja also auch so.

00:14:15: Dass du damit aufgeräumt wird oder das so angesprochen wird was zu viele sagen.

00:14:20: man sagt eben Ja mein Papa ist gestorben und desgegenüber mit dem dass jemand saß die wissen ja eigentlich gar nicht verschreck wie sie sich verhalten sollen war eigentlich sollen Sie sich auch nicht verhalten.

00:14:34: Man erwartet es auch gar nicht,

00:14:35: man erwartet das gar nicht.

00:14:36: und dann kam ihm Ich weiß nicht, wie es euch geht.

00:14:40: Da kommt dann ganz häufig die Frage, Mensch, wie alt ist er denn geworden?

00:14:45: Wenn jetzt jemand zu mir sagt, Mensch Wie alte sind deine Frau?

00:14:47: Dann sag ich ja so und so alt!

00:14:49: Und dann zeigt das Interesse.

00:14:52: aber wenn man sagt mit Papa ist gestorben und fragt jemand, Mensch wie Alt ist er den

00:14:56: geworden?!

00:14:57: Dann ist das für mich wie ein Schlach ins Gesicht.

00:15:00: Der war bestimmt schon alt.

00:15:02: Ja.

00:15:02: Und bestimmt auch krank.

00:15:03: Genau da ist doch bestimmt... Mensch guckt mal auf den Deckel, dass verfallst du da dumm.

00:15:07: Und deswegen habe ich daraus diese Zahl gemacht.

00:15:13: Das war die einzige Stelle, wo ich in der Trauerrede eine KI benutzt hab, indem ich zur KI gesagt hab, sag mir bitte wieviel Tage zwischen dem Geburtstartum meines Papas und dem Todestag?

00:15:26: Wie viele Tage waren da zwischendurch?

00:15:28: Ich war zu fauls zurechnen.

00:15:29: ansonsten hat keine KI in dieser Trauerräder an dieser Trauräde mitgearbeitet.

00:15:37: Ja, ja.

00:15:38: Trauer ist wie Glitzer am Anfang blendet's und dann gehört sie irgendwie

00:15:43: dazu... Genau.

00:15:43: Sie fragt also... Denkst du da immer noch genauso?

00:15:46: Und hat sich das inzwischen schon verändert?

00:15:49: so dieser Gedanke über...?

00:15:52: Also ich denke dass ich mich aktuell so in dieser Phase befinde die Susinus-Korfen für mich verläuft.

00:16:02: Man hat ja Aufgaben man hat Ablenkung Macht Dinge, so Dinge die man davor gemacht hat, die man jetzt auch macht weil sie gemacht werden müssen.

00:16:13: Weil wir sie machen will und dass man fokussiert unter Wut der Kopf auch mal aus dann kommt das.

00:16:23: Dann kommt es einfach so überein was fürs Umfeld wahrscheinlich auch wirklich schwierig ist.

00:16:29: Ich bemerke das auch bei uns dass man dann irgendwie manchmal den Satz ist auch etwas los.

00:16:36: Da fällt es mir halt schwer nach dieser Zeit.

00:16:40: Sind der jetzt schon sechs Wochen zu sagen, ah, mir geht grad mein Papa durch den Kopf.

00:16:45: Würde ich mir aber wünschen wenn du das machst ne?

00:16:48: Weil das so... Also es würde so viel immer einfach auch drehen.

00:16:54: Weißt du denn halt so?

00:16:57: Immer so Bilder ne?

00:16:58: Also so Bilder und so wie so ein Rückblick.

00:17:03: Dann tauchen wir mal so Geschichten auf.

00:17:05: ne Also man erinnert sich an irgendwelche Dinger oder Dinger erinnern sich selbst so in dem, wenn jemand was riecht.

00:17:16: Bei mir funktioniert glaube ich mehr über die Nase.

00:17:20: Musik spielt bei vielen Menschen eine Rolle, die hat ein bestimmtes Lied...

00:17:24: Wie nee der hat Klaus nicht gesungen?

00:17:27: Das ging ja auch gerade durch den Kopf!

00:17:33: Also Trauer hat auch was mit Leichtigkeit zu tun.

00:17:35: Wir haben viel, viel auch gelacht und das darf so sein.

00:17:39: Weil wir lachen so als Familie gemeinsam.

00:17:43: Ich habe mich so tolle bemüht oder ich habe mich gar nicht bemühte.

00:17:47: es ist einfach so geflossen dass Traurräder ganz viele lustige Geschichten drin sind.

00:17:54: Es ist eben keine Autobiografie hatte keine Vorlage von meinem Papa war es eher vom Tag Null.

00:18:04: Wie alt war der, als du seine Mama kennengelernt habt?

00:18:07: Jo.

00:18:08: Anfang ... zwanzig.

00:18:11: Und oft hat man das ja so in diesen Trauerreden diese Biografie wie eine Anamnese im Krankenhaus.

00:18:20: und das wollte ich nicht weil bei vielen Dingen war ich einfach nicht dabei.

00:18:25: Ich kam über zwanzich Jahre zu spät.

00:18:28: Dann gab es meinen Papa schon lange.

00:18:30: Das habe ich alles verpasst.

00:18:32: Wie kann ich dann darüber berichten, nur weil es mir irgendjemand erzählt hat?

00:18:36: Bei weh stimmt das ja gar nicht.

00:18:38: Das

00:18:39: kennen

00:18:39: wir im System auch.

00:18:41: Was irgendwie interpretiert wird, reingedeutet wird, was jemand gehört hat, weiß jemand erzählt hat... Da hatte ich... da hatte ich Kinderastrore.

00:18:50: Ja.

00:18:51: Ja, Sinuskorfen für mich ist kommt uns geht und ich habe aktuell noch nicht so das Gefühl dass das so.

00:19:02: Also die Ausschläge sind noch

00:19:05: ziemlich

00:19:06: plötzlich und teilen dann ziemlich lange nach.

00:19:11: Aber die Amplitude ist noch ziemlich hoch, aber es ist völlig okay.

00:19:17: Und die Trauerräder spielt dabei für mich eine ganz große Rolle.

00:19:23: Ich glaube dass diese Ich hab ja viele Tage dran geschrieben, dass das die beste Trauerarbeit war.

00:19:34: Die in meinem ganzen Leben ... Nee,

00:19:36: die Beste war... Also ja auch?

00:19:39: Die beste Trauarbeit war das vorher alle zusammen per Zoom.

00:19:43: Ja.

00:19:44: Diese alten Geschichten durchgegangen hat.

00:19:45: ich glaube, da war ich ja so raus.

00:19:48: also ich hatte mich bewusst aus, ob ich es rausgezogen will weil das ein ganz intimer Moment war und ich glaube Es hätte niemand gemäckert, wenn ich dabei gewesen wäre.

00:19:57: Aber ich glaube es war so euers.

00:20:00: Weil auch

00:20:00: ihr alle, also deine beiden Neffen, deine Schwester und du, waren ja alle irgendwie allein.

00:20:06: Und alle haben sich irgendwas dazu beigetragen?

00:20:09: Und das war die beste Trauerbewältigung.

00:20:11: Also ich glaube da habt ihr so viel aufgearbeitet für euch.

00:20:14: einfach weil ich glaube ich auch klar geworden ist was für ein geiles Leben mein Papa einfach hatte.

00:20:21: Also die beiden Sachen so in der Kombi, aber da hab ich mich immer lachen gehört.

00:20:25: Die

00:20:25: gehören ja auch ganz eng zusammen.

00:20:29: Ich glaube unsere ganze Familie hat dadurch noch mal mehr Tuchfühlung aufgenommen, also nochmal näher erzeugt.

00:20:37: Wir haben schon immer eine spezielle Form der Nähe, also ich weiß gar nicht, wie ich soweit ausholen will.

00:20:45: Es gibt ja so Familien, aber wir auch schon kennen genau ... Machen so alles zusammen.

00:20:50: Jeden Geburtstag alle zusammen, Weihnachten alle zusammen also die klassischen Anlässe.

00:20:54: So ist unser Familie eigentlich gar nicht.

00:20:57: Ich hab mal früher immer gesagt wir sind eine coole Familie.

00:21:01: Die definieren sich nicht über Quantität.

00:21:04: Wir müssen nicht alle Weihnachten zusammen hocken.

00:21:06: Wir müssen an Geburtstangen alle zusammenhocken.

00:21:09: Wir wissen nur dass wir uns aufeinander verlassen können und das ist zum tragen gekommen.

00:21:15: Wenn es so große Verbundenheit... Da ist immer wieder großartig.

00:21:23: Gibt es Gefühle, die dich überrascht haben?

00:21:28: Ich weiß nicht ob ich darüber reden will.

00:21:30: Das musst du nicht!

00:21:32: Ja das gibt es.

00:21:37: Die gibt es definitiv, ich will das gar nicht so auseinanderklamüsern, da fehlen mir vielleicht auch wieder die richtigen Worte aber Für mich ist es das erste Mal in meinem Leben, dass ich Menschen verliere... ...der so dicht.

00:21:53: Also mein Papa.

00:21:55: Ja?

00:21:56: Mein Vater!

00:21:57: Mein Erzeuger ohne ihn wäre ich nicht da.

00:22:00: Eigentlich wollte die Trauerräte so oft ziehen.

00:22:03: Ich wollte allen im Raum mal kurz klar werden wer würde hier eigentlich sitzen wenn er nicht da gewesen

00:22:08: wäre.

00:22:08: Naja viele ja

00:22:09: Es wären nicht mehr viele im Raum gewesen und jetzt habe ich dann aber gelassen

00:22:14: Ja, es ist ein bisschen hart auch.

00:22:17: Und da erwischen immer so Gefühle die man eigentlich... ...die so unerwartet sind?

00:22:25: Ich glaube vielleicht selber nicht darüber.

00:22:28: denkt das das einmal denn doch so... Also das doch so krass sich so überwältigend anfühlt.

00:22:36: Das ist ja nicht so dass er plötzlich bei Kaisers an der Kasse heißt das gibt's nicht mehr Weil Rewe an der Kasse plötzlich tot umgefallen ist, sondern mein Papa hat viele, viele Jahre Geschenk bekommen.

00:22:53: Er hatte so vieler Erkrankung und war damit zu heldenhaft umgegangen.

00:22:57: Er hat nie gejammert.

00:22:59: Stellt euch bitte Kin-Menschen vor, der im Pflegebett lag und die Hand ausgestreckt hat, damit ihm jemand eine Schnabeltasse gibt.

00:23:07: Niemand fahrt das zwei Tage vor seinem Tod aufgestanden und hat eine Überweisung gemacht – obwohl niemand!

00:23:13: hätte mehr aufstehen können.

00:23:16: Ein Paar war ein ganz schön großer Held und trotzdem ist es eben so, dass dann diese Endlichkeit klar ist.

00:23:31: Das war so ein schönes Gedicht was vorgetragen wurde.

00:23:35: Alles gibt es irgendwann zum letzten Mal.

00:23:40: So

00:23:40: wie wir immer die ersten Male feiern, die wir so haben?

00:23:43: Gibt's immer auch die letzten Male.

00:23:45: Gibt es von deiner Seite aus was, wo du sagst?

00:23:49: ach darauf war ich nicht vorbereitet?

00:23:51: Wo vielleicht auch nicht mal jeder drüber spricht oder überhaupt jemand drüber sprecht?

00:23:55: Oder für der Nicht drüber sprechen?

00:23:58: Ja das sind diese Wellen.

00:24:01: also wie gerade jetzt... Wussten

00:24:03: wir so ganz toll präsent als waren?

00:24:05: Ganz so trainiert.

00:24:07: Ich hab sie geschrieben und nochmal geändert und noch einmal geändert.

00:24:12: über Tage habe ich leise an der Rede gearbeitet und da hat es mich schon ab und zu mal weggebügelt.

00:24:24: Jedes Mal!

00:24:25: Es waren also ganz bestimmte Stellen, ne?

00:24:28: Und wenn man dann sagt okay Mann die Stelle kennst du doch.

00:24:34: Geht einmal ein bisschen oberflächig drüber weg.

00:24:36: Du musst ja irgendwie die Worte nach rausbringen.

00:24:38: Das ist jetzt eine Rede auf dem Papier, wenn sie Kinder hören dass diese bestimmten Stellen eigentlich immer weggebügelt haben.

00:24:49: Und da hat mir so dein Satz auch so geholfen, das darf auch so sein.

00:24:54: Also mehr hat so ein Satz vom Thomas da geholpen, Vornamen dürfen er sagen und der sagte du es ist eine Riesenaufgabe, so ne Trauerräte für den eigenen Papa.

00:25:07: vielleicht versuchst Du das als Aufgabe für deinen Papa zu sehen.

00:25:13: Also ich will jetzt nicht das Wort Job verwenden, ich glaube es hat er auch nicht verwendet so damit du nicht zu tief als Sohn einsteigst sondern mehr als Redner damit man dich überhaupt versteht.

00:25:27: und das hat mir geholfen und dass hat mir sehr geholft und Du hast mich natürlich enorm geholften.

00:25:33: also das ist ja da können wir vielleicht später nochmal

00:25:38: Ich schiebe jetzt immer so viel, dass auch später... Also wir haben schon eine Mutter.

00:25:43: Ja ich hab das so an der Rede gebastelt und gebastelte und gebastelt.

00:25:46: Und dann hat es mich halt immer mal boah!

00:25:49: Und dann bist du eigentlich nicht so... Das fand ich so schön, nicht so bestürzt.

00:25:54: Kann ich dir auf mich helfen?

00:25:56: Sondern du hast so dieses darf ich das nachmachen?

00:26:01: Auch malen.

00:26:04: Also es ist so ein ganz bestimmter, ganz menschlicher Einführsamer.

00:26:07: Genau

00:26:08: und gar nicht so dass ich sage, dass ich genervt war?

00:26:10: Nee,

00:26:10: um Gottes Willen!

00:26:11: Nein!

00:26:11: Ich habe gar keine

00:26:12: Ahnung, wenn er so einen Mitgefühl...

00:26:14: So ein Mitgefühl.

00:26:15: Aber auf eine ganz leichte aber doch tiefgehende menschliche ethisch völlig korrekte Art und Weise mich so... Das hat mir unfassbar gut geholfen weil sich damit reinzustürzen Was für ein Quatsch, ne?

00:26:36: Das hilft ja keinem.

00:26:37: Nö!

00:26:38: Das darf man wenn man das geführt... Ich will das jetzt gerade weil mich die Trauer auch so bisschen mit übermannt.

00:26:44: Und da ist ja gar nicht so in der Rede drin gestellt.

00:26:47: Nee ich habe dann immer nur du hast geschrieben und geschrieben und dann hat es dich halt wieder so umgenietet und dann denke ich mal noch mal... Der quält sich so oder wie soll man das sagen?

00:26:58: natürlich das ist ja auch hart immer wieder so rein zu gehen immer wieder zu überlegen immer wieder zusammenzufassen Und man trauert ja einfach eben auch.

00:27:06: Das ist ein ganz natürlicher Prozess, ne?

00:27:10: Da dachte ich immer so, oha!

00:27:14: Mit dir kann man das auch so schön gemeinsam machen.

00:27:20: Du bist wie du bist in dieser Phase wo es mit mir manchmal vielleicht nie ganz so einfach ist.

00:27:28: Ja, du lachst und machst... Du bewegst dich nicht vorsichtig, das finde ich sehr angenehm.

00:27:34: Das ist manchmal schmerzhaft aber im Großen und Ganzen ist es angenehmer weil du bist meine Begleiterin ne?

00:27:47: Und wenn jemand weiß wie's mir geht dann bist du's.

00:27:52: Weil die Zahl bei dir werden keine einunddreißig tausend...

00:27:58: Nee.

00:27:58: Ich will gar nicht viel weniger ausführen.

00:28:00: Viele viele

00:28:01: mehr.

00:28:02: Ja, von zwanzig Jahren war ein Knöpfer.

00:28:05: Nein nicht nee!

00:28:06: Zwanzig Jahre.

00:28:08: Wie auch immer, wie vieltausend Tage weniger?

00:28:12: Hattest du vielleicht auch... Also wenn wir nochmal ganz kurz auf die Gefühle eingehen gibt es auch so was wie Schuldgefühle.

00:28:22: Man hätte doch noch mal und klar wir waren...

00:28:25: Aber ey wir waren so viel da.

00:28:27: Wir waren viel da.

00:28:29: aber ja

00:28:31: Wann der Pudel noch mal in seinem Bett und so, das sind die Sachen an denen ich mich immer so denke wie cool.

00:28:38: Wie er gelacht hat sich gefreut als der Pool zu ihm ins Bett gesprungen ist also nie.

00:28:43: Die Einwahr aus einer Lebens die so die Sprühte halt vor lebenslust.

00:28:48: Und dann war ja ganz erschüttert als ihr.

00:28:51: sie hat sehr gesehen da war sie noch ein relativ junger Welpe und völlig abgedreht.

00:28:56: Und jetzt sozusagen denn nach ihrer ersten Näufigkeit und nun nicht schon so bisschen gesetzt, da habe ich immer noch

00:29:02: einen Wirbelwind

00:29:03: hoch zehn.

00:29:05: Auf einem gehen Tornado mehr.

00:29:09: Man sagte was ist mit diesem Mund passiert?

00:29:10: Der ist ja völlig verändert!

00:29:12: Ja.

00:29:13: Da wollte gern diesen Tornadow wieder und so und jetzt auch... Mit dem Heim durfte sie mit und das ist halt so cool.

00:29:22: Und also die letzten Wochen im Monaten waren trotzdem schön.

00:29:29: Also ich denke,

00:29:30: ja man hat immer

00:29:32: so ein bisschen aber es ist nichts was mich belastet.

00:29:40: Wie war's eigentlich so für dich?

00:29:43: Oder wie ist das so für Dich?

00:29:47: Ich ändere mal wirklich wie ist es aktuell eigentlich so Für Dich?

00:29:50: wenn du willst kannst natürlich gerne noch einen Schritt zurück machen.

00:29:54: Wie wars und wie ist?

00:29:55: also

00:29:56: ich glaube die ersten wochen sind natürlich immer so weil man das so zu hundert putzen nachvollziehen kann.

00:30:02: Da heißt er bewundert, dass du halt trotzdem doch so viel arbeiten konntest.

00:30:06: Das ging bei mir halt nicht.

00:30:09: aber da darf man eben auch nicht werten und auch schon nicht B warten weil jeder hat da ja irgendwie seine Zeit gebraucht einfach.

00:30:17: Und... Ja das ist halt schon auch nicht immer einfach weil man halt viele aushalten muss und einfach sich manchmal aussagt ich komm schluck's jetzt mal kurz runter.

00:30:29: Das ist halt eine so eine Situation, das hält jetzt nicht für immer so an.

00:30:32: Das ist nicht für die Veränderung der Situation.

00:30:35: Man hat manchmal die Wälde erlebe ich ja mit, wenn du mich drüber sprichst.

00:30:41: Aber was ich vorhin auch meinte, dass man vielleicht sagt, ey komm lass es doch einfach mal zu.

00:30:47: Zu sagen wie geht gerade das von meinem Papa durch den Kopf?

00:30:51: Das ist für mich natürlich viel einfacher denn sofort damit einzusteigen, dich in den Arm zu nehmen und zu sagen komm!

00:30:57: Hol einfach ne Runde oder wir holen da unten.

00:31:00: Es wird mir manchmal wahrscheinlich ein bisschen einfacher machen als diese Mauer, die dann kommen, wo ich gar nicht weiß was mit mir zu tun und trotzdem ist aber eben alles okay.

00:31:10: also ich bin da halt nicht am Struggle oder Zweifeln oder irgendwas in Frage stelle sich gucke halt immer so ein bisschen, ich schwinge so ein bissel mit für das Hinterland wie immer zu decken und einfach zu gucken Aber es ist halt für dich.

00:31:25: Dabei sind die Angehörigen, sag ich mal.

00:31:28: Die ist halt nicht so unmittelbar betrifft.

00:31:31: Das ist natürlich eben nicht mein Vater gewesen.

00:31:34: Ich kannte ein Vater jetzt irgendwie, ja, keine Ahnung, dreizehn Jahre ne?

00:31:41: Und hab' ich das erste Mal kennengelernt.

00:31:42: und naja nie so lange es ist.

00:31:43: Na dann knapp zehn Jahre würd ich vielleicht sagen, ma.

00:31:46: Dann hab'n ich den letzten Jahr, zwei Jahrzehnten habe ich ihn kennengelernen Und natürlich macht es mich auch traurig, dass er nicht mehr da ist.

00:31:52: Aber ich habe eine ganz andere Art der Trauer logischerweise und

00:31:57: aber sind ja schon Einflüsse auf unsere Beziehung.

00:32:02: Da muss ich sagen, dass du das Grußartigste gemacht hast was je ein Mensch für mich gemacht hat.

00:32:11: Du bist ja... Du wirst eh so ein kleiner Grenz, so ne kleine Grenzkängerin sich zu trauen, in einer Trauergemeinde allen heimlich Seifenblasen Wichsen in die Hand zu drücken.

00:32:27: und wir haben meiner das war direkt gerne Trauräle.

00:32:31: Haben die alle angefangen Seifen Blasen zu machen doch weit null vorbereitet.

00:32:36: und dann ging es ja um dieses viel... Die Hälfte der Rede waren ja Zitater aus Trauer ist wie Glitzer aus dem Buch Tatsächlich nicht in der Trauerhelle, sondern dann auf dem Friedhof hast du überall Glitzer verstreut.

00:32:56: Und ich find den heute noch, ne?

00:32:58: Also einige werden wahrscheinlich ewig noch wieder in Polovern in Haaren.

00:33:03: In Haaren ja!

00:33:05: Und er hat auch... Auf dem Friedhoff das ganz fein so geklitzert.

00:33:10: Das war es so un- fassbar.

00:33:14: Also das ist auf der einen Seite, es ist natürlich wahnsinnig mutig.

00:33:19: Also zu sagen okay ich trau mich das und alle... Ich kann dem Kind den Kopf reingucken.

00:33:29: also es hat sich niemand doch nur im Geringsten irgendwie negativ darüber geäußert, sondern alle die sich geäussert haben haben sie total positiv darüber ausgesprochen.

00:33:39: Also weil das auch nochmal so deine Verbundenheit sich Gedanken zu machen und die ist so, so unfassbar gut zum Ausdruck zu bringen.

00:33:48: Zu mir, zu meinem Papa, zu meiner Familie.

00:33:51: Das hat unsere Beziehung noch mal länger gemacht.

00:33:55: Ja weil ich mir halt so diese Leibmen darf ein bisschen Leichtigkeit auch in eine Währlingung bringen.

00:34:01: Und man darf ein wenig Glitzer reinbringen.

00:34:06: Also insgesamt muss ich sagen das uns definitiv näher zusammengebracht

00:34:12: als

00:34:13: Auseinander.

00:34:14: Ja, nee.

00:34:16: Also man darf eben manchmal auch mal nicht helfen.

00:34:21: Manchmal kann man einfach auch nicht helfen, man kann einfach nur irgendwie da sein und Präsenz zeigen, aushalten mit schwingen.

00:34:29: also das ist immer so ein Hin- und Her halt diese Wellen, da darf man immer einfach mitmachen als Angehörige von den Trauernden, obwohl ich ja schon sagen würde, ich traue er auch noch.

00:34:43: ist auch mein Schwiegervater, der einfach nicht mehr lebt.

00:34:47: Ja aber das ist eben manchmal so und es ist in Beziehung einfach so gehört wie Geburten dazu gehören.

00:34:59: Auch das Sterben dazu und Verluste, Verlust, Ängste natürlich auch.

00:35:05: Das ist halt natürlich auch das Leben ein Stück weit.

00:35:11: Entfernt hat uns nicht voneinander, was gerade schon gesagt hat, uns eher näher gebracht?

00:35:16: finde ich auch.

00:35:20: Man ist halt so ein bisschen, man wächst halt wieder daran.

00:35:25: Selber als Paar.

00:35:28: Ja also für alle das Buch.

00:35:32: nochmal geschrieben hat es Maria Wege.

00:35:36: Das Buch heißt Trauer Ist wie Glitzer weil Liebe Spuren hinterlässt.

00:35:41: und zum Schluss würde ich gerne Und Zitat mal aus dem Buch bringen.

00:35:52: Siehst du, darüber haben wir nie gesprochen?

00:35:54: Ich hatte ganz, ganz spontan am selben Tag die Trauerrede gehalten hat.

00:36:00: Hatte ich das Buch noch mit vorgenommen und wollte eigentlich als Schlusssatz ... Die Trauerrehe war ja geschrieben ... Als Schlusssats noch was aus dem Book zitieren.

00:36:12: Das habe ich nie gemacht.

00:36:14: Es hat sich einfach nicht ergeben.

00:36:18: Und deswegen würde ich jetzt einfach mal die Gelegenheit nutzen und das nochmal kurz vorlesen.

00:36:24: Trauer ist wie Glitzer erinnert dich leise daran, dass nicht alles verloren ist was nicht mehr sichtbar ist.

00:36:32: Manches bleibt in dir In Erinnerung In kleinen Zeichen In der Liebe Die weitere Spuren hinterlässt.

00:36:43: Ja

00:36:44: Schön Gefällt mir Ist aber auch okay, dass das da nicht noch hinten dran war.

00:36:51: Ja!

00:36:52: Die Rede war einfach... Deine Mama war so unfassbar stolz auf dich.

00:36:55: Sie hat's so hin und her gerissen zwischen Lachen und Wein.

00:36:59: Wir haben ihre Hand gehalten, es war so schön.

00:37:03: Also um das jetzt nochmal ein bisschen... Und sie konnte auch endlich mal ein bisschen trauern?

00:37:08: Ich glaube für sie war das am allerwichtigsten, diesen Abschluss zu kriegen.

00:37:14: Ich glaube, das Allerwichtigste ist halt diese Trauer.

00:37:17: Und ich glaube jeder der schon mal getraut hat egal um was für ein Lebewesen oder was man auch immer trauert die verschwindet halt nicht.

00:37:27: Die geht halt nicht weg.

00:37:28: Man kann es nicht jetzt halt alle Wunden blözen.

00:37:32: Man lernt damit zu leben und diesen Trauer verliert aber so bisschen an.

00:37:40: dieses Licht verliert eine Intensität des Brenn immer Aber es wird immer ein bisschen sanft.

00:37:48: Es wird ein bisschen wärmer, dieses Licht und diese Erinnerungen werden so ein bisschen ja angenehmer.

00:37:54: also jetzt ist er so das kennst du auch.

00:37:58: man fängt dann immer gleich wieder an zu weinen und man ist so gebeutelt auch und irgendwann ist das so das würde ein bisschen leichter darüber nachzudenken.

00:38:07: Und dieses Gebäudelssein, also manchmal ist es so eine Welle auch schön.

00:38:11: Also eine Träne kann noch unwahrscheinlich schön sein.

00:38:14: Deswegen mochte ich diesen Vergleich, dass Trauer ist das Echo in der Verbindung.

00:38:22: Ein Echo wird leiser, wenn wir uns vorstellen.

00:38:25: Wahrscheinlich ist es ja nie weg.

00:38:26: man kann's nur nicht mehr so intensiv hören und deswegen für jeden So ein Verlust schon mal erlitten hat oder vielleicht gerade in diesem Prozess drinsteckt so.

00:38:39: Lass euch nichts erzählen von wegen das Leben geht weiter, ja es geht weiter.

00:38:44: Also leider, ne?

00:38:46: Man will ja eigentlich diese Welt anhalten

00:38:48: und lasst euch nur startzieren.

00:38:50: von wegen sei nicht traurig dass hätte er oder sie nicht so gewollt.

00:38:55: alles blödsinn nimmt durch Zeit, nimmt durch Raum redet drüber.

00:39:01: Das war vielleicht oft ein bisschen lahm, wenn meine Welle mich mal wieder überkommt.

00:39:06: Und du denkst ich habe schlechte Laune?

00:39:10: Ja man erkennt von außen nicht immer den Zusammenhang.

00:39:13: Ihr Lieben!

00:39:15: Ja damit schließen wir diese Folge.

00:39:19: Siehst uns besser vor einer Handigang als ich es gedacht hätte.

00:39:23: Ich dachte es wird noch schwieriger einfach für dich auch weil ich dachte oh ist das schon der richtige Zeitpunkt dass du das schon kannst?

00:39:32: Aber auch da hast du mal wieder bewiesen, okay?

00:39:34: Wenn du das entscheidest dann geht es auch.

00:39:38: Da darf man immer auch so ein bisschen also mit den Trauern denn auch mitgehen.

00:39:42: wenn die halt soweit sind und wir wollen reden, dann sollte man das auch machen.

00:39:47: Ja schön gegessen haben wir schon jetzt über Essen zu reden ist auch ein

00:39:53: bisschen

00:39:54: weird.

00:39:55: Ja aber wie immer was haben wir heute gegessen?

00:39:57: Heute gab's dreifachs.

00:40:00: Das war ein Nieser wenn er nicht rausgeschnitten ist.

00:40:03: Dreifach essen, gab's heute.

00:40:04: Wahlessen!

00:40:07: Und noch ein Niese, wenn er nicht rausgeschnitten ist.

00:40:13: Ihr Lieben im

00:40:14: Wochenende...

00:40:15: Nee,

00:40:15: nee erst mal was haben wir gegessen?

00:40:19: Es gab vegane Käselauchsuppe.

00:40:22: Es gab

00:40:24: Chili und

00:40:25: Curry.

00:40:27: Ach so, Bacon Cheese.

00:40:29: Das war nicht vegan, das war vegetarisch immerhin von mir.

00:40:33: Ah nee, jetzt ist nicht, die sind jetzt gehen.

00:40:36: Am Wochenende?

00:40:38: Was hab ich dir mitgebracht?

00:40:39: Mein zweiter Familie...

00:40:40: Kommt die ganze Verwandtschaft hierher!

00:40:42: Ja und da wenn wir auch nochmal Raum haben uns nach vorn zu orientieren und viel noch zurückzublicken und uns Geschichten zu erzählen, es sind noch so viele, wie gesagt, Mensch warum hast du denn die Geschichte mit reingenommen?

00:40:56: und die ... Mann!

00:40:59: Dann kann ja nicht alles von etwa um sechsenachtzig Jahre

00:41:02: ne?!

00:41:03: Herr vom Beerdigungsinstitut war schon so erschrocken, als ich sagte, zwei tausend sechshundert Wörter.

00:41:08: Oh Gott!

00:41:09: Das ist ja eine halbe Stunde.

00:41:12: Ich dachte, die ist ganz kurz.

00:41:14: Manches im Leben rechnet sich halt nicht über Quantität.

00:41:20: Und

00:41:20: damit schließen wir diese Podcastfolge und drittlerne Luni.

00:41:25: Die müsste die ganze Zeit bei der Beerdigung dabei waren was ich ziemlich feiert habe.

00:41:30: also auch so diese Beerdighung.

00:41:32: Du wirst ja meine vielleicht nicht ausrichten oder doch.

00:41:35: also falls du meiner ausrichtet, ich hätte gerne auch sowas lustig ist.

00:41:39: Ich hätte gern aber den Pudel dabei welcher Pudl auch immer bis dahin bei uns dabei sein wird der nuckelt ihr gerade in seinem Schnuffeltuch.

00:41:49: Ach diese einfach süß.

00:41:50: wir lieben unseren Hund.

00:41:52: sagen wir jetzt lasst die Trauer zu das Ding Glitzer zu und immer wenn er jetzt ein Glitzer Körnchen sieht.

00:41:59: Das ist ein Körntchen, oder Steinchen?

00:42:02: Gützersteinchen oder Körnschen?

00:42:03: Egal!

00:42:05: Ist das vielleicht auch so eine kleine Erinnerung an Menschen die es nicht mehr gibt oder Tiere, die sie nicht mehr gibten, die euch da mit einem kleinen Zeichen stehen?

00:42:12: Ja, schönes Bild.

00:42:14: Nun denn...

00:42:16: Podcastzeit war wieder abends heute heute.

00:42:19: Liebt euch

00:42:20: und marmt euch.

00:42:22: Und wir hören uns nächste Woche.

00:42:24: Wir haben schon drüber gesprochen.

00:42:26: Das waren vielleicht den nächsten Podcasts bisschen früher aufnehmen, damit es nicht wieder so eine Live-Folge ist.

00:42:34: Ihr Lieben

00:42:34: gehabt euch wohl bis dann!

00:42:36: Tschüss!

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